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Aber sonst geht's mir gut Arne Pahlke, Februar 2006
Ich werde zunehmend antik, mein Antlitz schaler. Die Knochen sind Aspik, meine Hoffnung schmaler. Mein Magen keucht, meine Blicke schleichen. Sie reden vom Leben, ich träume von Leichen. Mein letzter Freund, ein Teufel an der Wand. Die heimliche Geliebte, meine linke Hand. Wir treiben es täglich, sie keult mich müde. Mein täglicher Stuhlgang, Scheiß-Attitüde.
Ich fresse mich glücklich, was für eine Lüge. Verpupp’ mich schrullig, schon’ meine Bezüge. Die Nachbarn immer lauter, ich übe mich leiser. Mein Schweigen tut weh, ich verstumme ganz heiser. Der Sommer ist schön, doch grell ist das Licht. Es blühen die Blumen, es welkt Zuversicht. Die Nacht macht mir Angst, der Morgen tut weh. Und wenn ich was fürchte, dann ein Resümee.
… aber sonst geht's mir gut …
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