Abschied von der Liebe

Arne Pahlke, 1992

 

Die Augen brennen.

Wer wird denn gleich sein Gesicht verlieren?

Züge werden dir entgleisen;

Tränen über deine Haut spazieren.

 

Dein Magen steikt;

wird allen Ballast von sich geben.

Und ganz gleich, wie gut du ihn versorgst,

er wird’s dir brechend übergeben.

Abschied von der Liebe

Die Seele schreit,

will verletzt sich von dir scheiden.

Ein Schüttelkrampf, der dich ereilt,

wird sich bebend im Verluste weiden.

 

Das Herz im Schmerz;

du hörst es trommelnd Trauer schlagen.

Und was du auch anstellst, dies Einwegherz

will den Kummer nicht ertragen!

 

Dein Körper stirbt,

es hat ihm jede Kraft genommen.

Und im Innern fragt sich jemand immerzu:

„Warum musste es soweit kommen?“

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