Abstruskompott SONGTEXT

Arne Pahlke, März 2009

 

Wenn ich mal wieder als Neandertaler seh‘;

- ganz verschämt träume vom Menschenfrikassee.

Dann sag ich: Uihhuu uhhhiuu, Uihhuuu, auja - das ist schön.

SIE - ER - ES  - WIR ALLE - Wir sagen: Danke schön!

 

Ich bin verwirrt

 - geistig verwirrt.

Ich spritze auf kleine Kakteen.

Hamm‘ sie sowas schon mal gesehen?

Nein – nein, nein, nein, nein ...

Ach, ich bin verwirrt – geistig entirrt.

Ich bin dement; -  bin aus Zement.

 

Herr Kapellmeister, können sie mir nicht mal ein bisschen Luft zufächern?

Ach hier …dieser Leichengeruch.

Ach, das bin ich? Wirklich?

Haa, tzzz Frechheit! Zimmerservice!

Nein – nein, nein, nein, nein …büähhh, nein!

 

Sagen sie, passiert ihnen das auch häufiger:

Dass sie sich mit sich selbst verabreden; -

aber anstatt sie selbst erscheinen lauter Fremde?

 

Nein! Nein!

 

Tzzz; - dann würde ich an ihrer Stelle mal zum Arzt gehen.

Mit ihnen kann doch irgendetwas nicht stimmen.

Womöglich zahlen sie sogar Steuern?

 

Ich bin abstrus – seltsam diffus.

Ich bin konfus - wie Apfelmus.

Bin ein Jesuskind; -

doch leider Gottesblind.

Wenn sie mich mal wieder ihn ihren Träumen sehen.

Müssen sie sich nicht fürchten;

ich bin doch nur da wegen ihrer Kakteen.

 

Ich bin so krank.

Vielleicht eröffne ich eine Bank?

Oder ich geh in die Politik.

Dabei bin ich doch gar kein Freak.

Ich glaub, ich werde Terrorist.

Und doch nur Antichrist?

Oder Amokläufer, Schuhverkäufer, Wodkasäufer?

 

Ach, ich weiß auch nicht.

Aber irgendwie ist mir so kalt heute.

Ich habe eben Fieber gemessen.

Zimmertemperatur!?!

Was soll mir das denn jetzt sagen?

Ob ich mich auf den Zentralfriedhof lege?

 

Ja, und dann?

 

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