Adoption

Eine Adoption macht ein fremdes zum rechtlich leiblichen Kind.

Personen, die ein Kind adoptieren möchten, werden im Verlaufe eines Adoptionsverfahrens als Annehmende bezeichnet. Nach einer abgeschlossenen Adoption verfügt der Annehmende über volles Sorgerecht ebenso wie über die Pflicht zu eventuellen Unterhaltszahlungen. Auch wird das angenommene Kind automatisch zum gesetzlichen Erbe erklärt.

Ein adoptionswilliges schwules Paar muss (wie heterosexuelle Paare auch) diverse Barrieren aus dem Weg räumen, ehe ein Kinderwunsch in Erfüllung gehen kann. So muss ein ausführlicher Lebenslauf (Lebensgeschichte) eingereicht werden, sowie plausible Gründe für den Adoptionsantrag. Hinzu kommt ein Einkommensnachweis, ein ärztliches Gesundheitsattest und ein aktuelles polizeiliches Führungszeugnis. Des Weiteren muss der Annehmende mindestens 25 Jahre alt sein und sollte auf keinen Fall das 45. Lebensjahr überschritten haben.

 

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Willkommen in der Familie

 

Auch wenn Homosexualität nach Aussagen der zuständigen Behörden bei einem Adoptionswunsch keine Rolle mehr spielt, haben Schwule dennoch oft gegen (unausgesprochene) Vorurteile und Schutzbehauptungen anzukämpfen.

Hier vier Beispiele: 

"Schwule Eltern eignen sich mit ihrer Lebensweise nicht als positives Vorbild für das Kind" 

Falsch: Kinder homosexueller Eltern lernen mit Unterschieden und Anderssein viel schneller umzugehen und bilden häufig ein höheres Maß an Toleranz gegenüber Menschen heraus, die von einer Norm abweichen.

„Das Kind wächst unter unnatürlichen Lebensumständen auf, wodurch es in seiner normalen Entwicklung behindert wird!“

Falsch: Kinder gleichgeschlechtlicher Eltern bekommen eine durchaus stabile natürliche Umwelt geboten und beginnen sich überdies oft viel früher als Individuum zu begreifen.

„Wenn ein Kind bei Homosexuellen heranwächst besteht ein erhöhtes Risiko, dass es später selbst gleichgeschlechtliche Neigungen entwickelt!“

Falsch: Dieses Vorurteil ist unsachlich und entbehrt jeder Grundlage. Nicht eine einzige Untersuchung konnte bislang den Nachweis erbringen, dass Schwule zum Schwul- und Lesben zum lesbisch sein erziehen.

Und eine der unglaublichsten Unterstellungen, die aber tatsächlich immer wieder zur Sprache kommt, lautet: „Wer kann schon sicher sein, dass die Adoptionswilligen nicht pädophil oder päderastisch veranlagt sind?“

Doch trotz möglicher zusätzlicher Hindernisse, ist es nicht empfehlenswert, die Homosexualität vor den Entscheidungsträgern geheim zu halten.

Dabei wäre alles so einfach: Die Tierwelt führt ausreichend gelungene Erziehungsbeispiele schwuler Elternpaare vor. So hat z.B. im Osnabrücker Tierpark ein gleichgeschlechtlich lebendes Storchenpaar ein Pinguin-Ei erfolgreich ausgebrütet. Außerdem ergaben gleich mehrere Studien aus Holland, Schweden und Dänemark, dass Kinder, die von Schwulen oder Lesben aufgezogen wurden, keinerlei Unterschiede in ihrer Intelligenz, ihrer ganzheitlichen Entwicklung, ihrer Identität und ihrer sexuellen Orientierung in Vergleich zu Kindern, die von heterosexuellen Paaren aufgezogen worden sind, aufzeigen. 

 

siehe auch unter: Bundesverband Homosexualitaet e. V , Beratungsstellen (schwule), Emanzipation der Maenner, Mutterinstinkt (schwuler), Homoehe, Diskriminierung, Vaeter schwuler Soehne, Eltern & Coming out,

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