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AIDS-Hysterie Als AIDS Anfang der 80er in Amerika entdeckt wurde, brach eine wahre Hysteriewelle los. Von einer Strafe Gottes, dem Siebenten Zeichen oder aber der Schwulenpest war die Rede. Einige Printmedien glaubten sogar an eine fürchterliche Waffe der modernen Kriegführung. Die AIDS-Berichte jener Zeit setzten sich vornehmlich aus Unwissenheit und Sensationsgier zusammen. So titelte im Jahre 1984 eine große deutsche Tageszeitung: „AIDS-Kranker durch Hamburg gefahren. Er saß bleich und zusammengesunken zwischen 30 Fahrgästen und wurde schließlich von Polizisten aus dem Bus geholt. Jetzt herrscht Angst in Hamburg. Hat sich jemand mit der tödlichen Seuche infiziert?“ Oder das Statement eines amerikanischen Politikers, der im Jahre 1985 noch dazu aufrief, nur noch mit Mundschutz auf die Straße zu gehen.
Und als 1987 die AIDS-Hysterie auf dem Höhepunkt war, schrieb der Spiegel "Manche trauen sich nicht einmal mehr, mit dem eigenen Partner ins Bett zu gehen, geschweige denn mit einem anderen" Nun könnte man versucht sein, über derartige (Über-)Reaktionen vergangener Tage amüsiert zu schmunzeln, doch leider gibt es auch heute noch viele AIDS-Hysteriker, die wider besseren Wissens eine Ansteckungsgefahr bei sozialen Kontakten befürchten. Deshalb möchte ich an dieser Stelle noch einmal auf Folgendes hinweisen: Es besteht keinerlei Infektionsgefahr durch soziale Kontakte: Eine HIV-Übertragung ist nicht möglich durch den gemeinsamen Gebrauch von Geschirr, Besteck, Trinkgefäßen, Kleidung etc. Sie ist ebenfalls nicht möglich durch die Pflege an Menschen, die an AIDS erkrankt sind. Eine HIV-Übertragung ist nicht möglich durch die gemeinsame Benutzung von Toiletten sowie Dusch- und Badevorrichtungen mit HIV-infizierten Personen. Auch kommt es nicht zu einer Übertragung durch den gemeinsamen Genuss von Esswaren, durch Händeschütteln, Umarmungen, Streicheln, Massieren und Küssen. Auch die gemeinschaftliche Benutzung von Telefonen, Lichtschaltern, Haushaltsgeräten stellt keine Gefahr dar. Auch bei der Akupunktur und dem Tätowieren besteht keine Infektionsgefahr, wenn die üblichen Desinfektionsmaßnahmen eingehalten werden. Und noch ein paar Worte zur Beruhigung: Das HI-Virus ist außerhalb des Körpers nicht lange lebensfähig. Es benötigt eine ganz spezielle Umgebung, die es vornehmlich innerhalb eines lebenden Organismus findet.
siehe auch unter: AIDS, Aidshilfen Aidshysterie Antikoerper, Bakterien, Abwehrkräfte,Beratungsstellen (schwule), Big Spender, Cytomegalie-Virus, Dreierkombination, Desinfektion, Drogen & Sex, Geschlechtskrankheiten,Helferzellen, Beschneidung, Blutübertragungen, Bareback, Coitus interruptus, Haarleukoplaktie, HIV-Test, Kaposi-Sarkom, Lymphknoten, negativ (HIV), positiv (HIV),Poppers, Kondome, Hiv-Risikogruppen, Safer-Sex, AIDS-Test, T-Helferzellen, Tuberkulose, Verantwortungsbewusstsein (beim Sex), Welt-AIDS-Tag, World Health Organization (WHO),Sterbehospiz (Hospiz), Uebertragungswege (Geschlechtskrankheiten) |
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