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Aktfotografie Die fotografische Wiedergabe eines Körpers, und zwar in Form einer Nacktdarstellung, ist annähernd so alt wie das erste brauchbare Lichtbildverfahren aus dem Jahre 1839. Und auch der erste Männerakt ließ nicht lange auf sich warten. So bildete E. Durieu bereits im Jahre 1854 nackte Männerkörper ab. Dabei entstanden hauptsächlich Aufnahmen im Stile antiker Olympiatraditionen, also heldenähnliche Mannsbilder in sportlicher Positur. Übrigens dokumentieren einige dieser Frühwerke bereits deutlich, dass der Waschbrettbauch keine Erfindung unserer Zeit ist. Doch ehe ein Fotograf sich daran heranwagte, Männer abzulichten, die nichts weiter als einfach nur nackt waren, vergingen noch einige Jahre. Baron Wilhelm von Gloeden war schließlich einer von denen, die diesen Mut aufbrachten, und etwa um das Jahr 1900 derartig freizügige Aktaufnahmen anfertigte. Dabei waren die von ihm bevorzugten Modelle jugendlich und von knabenhafter Statur.
In den darauf folgenden Jahren wurde die Aktfotografie (innerhalb Deutschlands) immer freizügiger, ehe sie durch die Machtübernahme der Nationalsozialisten in ihrer Entwicklung jäh unterbrochen wurde. Erst Jahre nach dem zweiten Weltkrieg wagten sich Fotografen in Deutschland wieder vermehrt an nackte männliche Tatsachen. Zeitgleich trat Bodybuilding im prüden Amerika in den 50er Jahren einen unaufhaltsamen Siegeszug an. Synchron dazu begann für die schwule Aktfotografie ein neues Zeitalter. Titelblätter, Fotoserien und Magazine voll von eingeölten, knackigen Bodybuildern, Traumathleten, gutgebauten Blaujacken und halbnackten Soldaten. Die Abbildung von Geschlechtsteilen war damals allerdings noch nicht gestattet. In diese Zeit stieß das Fotomagazin "Men´s Health", welches von Homosexuellen geradezu verschlungen wurde, bot es doch schlüpfrige Männer-Abbildungen en mass, jedenfalls bis es genau deshalb verboten wurde. Erst Anfang der 70er Jahre setzte sich die männliche Aktfotografie in Amerika endgültig durch. Deutschland folgte etwa zehn Jahre später nach. Heute ist der Männerakt in der westlichen Welt als Kunst-, Erotik- und Werbeobjekt gesellschaftlich anerkannt.
siehe auch unter: Bruno Gmuender Verlag , Das Bildnis des Dorian Gray, Cybersex, Erotik, Michelangelo, Modemacher (schwule), Objekt der Begierde, Phallussymbole & Phalluskult, Sexmagazin (Gay-Pornoheft), Traumprinzensuche, Wichsphantasien . Schoenheit, Werbung & Werbebotschaften |
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