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Alles für’n Arsch...!? Im Jahre 2000 schrieb ich “Alles für’n Arsch” unter dem Pseudonym Marco Schneider. Und dieses Buch ist weder eine wirkliche Dokumentation noch ist sie tatsächlich schockierend, auch wenn dies der Untertitel dem Leser weiszumachen versucht. Doch nachdem ich in den beiden Jahren zuvor vier Bücher mit z. T. hochwertigen Inhalten veröffentlicht habe, von denen es eines sogar in die ständige Bibliothek des Goethe-Instituts geschafft hat (was auch immer dies aussagen mag) ; - wollte ich endlich ein bisschen Geld verdienen. Also schrieb ich im Rekordtempo mein bis dato (mit Abstand) schlechtestes Buch. Doch dies war mir egal! Denn ich erreichte mit dieser pseudo-schockierenden Pseudo-Dokumentation genau das, was ich wollte - es verkaufte sich besser, als meine vier zuvor publizierten Bücher zusammengenommen und dies mit weitaus weniger Arbeitsaufwand. Doch auf seine Weise unterhaltsam und (je nach Veranlagung bzw. Entartung) stimulierend ist “Alles für’n Arsch” allemal. Einer der Kritiker umschrieb es seinerzeit als “schwule Wichsfibel unter dem Deckmantel sexualwissenschaftlicher Aufklärung”. Nun ja, der gute Mann hatte es damals treffend auf den Punkt gebracht. Was hier nun online zu lesen ist, dies ist der komplette Hauptteil mit den fingierten Anzeigen und den circa 160 Antworten darauf. Der Dokumentarteil, in dem ich u.a. diverse Fetische, Praktiken etc. beschreibe, fehlt. All diese Begriffserklärungen finden sich heute besser und ausführlicher in meinem Nachschlagewerk ANDROLEX erklärt, dass ebenfalls auf dieser Homepage zu finden ist. Abschließend möchte ich hiermit ausdrücklich die Echtheit sämtlicher hier abgedruckter Briefe garantieren. Selbst einem leicht psychotischen Wesen wie mir ist es unmöglich, sich eine solche Fülle verschiedenartiger sexueller Phantasien auszudenken und sie dann noch in so unterschiedlicher und stilistisch stark voneinander abweichender Form zu Papier zu bringen. Ich habe lediglich auf die Veröffentlichung der Originalnamen verzichtet. Außerdem habe ich in manchen Fällen einige persönliche Details leicht verfremdet, um die Anonymität jeder einzelnen Personen zu wahren. Ansonsten aber wurden die Briefe allesamt in ihrem Originalwortlaut übernommen, um somit dem Leser ein möglichst authentisches Bild wiederzugeben. Lediglich grobe Rechtschreibfehler, die das Verständnis beim Lesen stark beeinträchtigen würden, wurden von mir behutsam ausgeglichen. Und ich habe mich zudem auf eine durchgängige Großschreibung der Anredeformen innerhalb aller Briefe festgelegt. Man merkt manchen Briefen die 10 Jahre (deutlich) an. Aber ich bin froh, dass dieses Buch noch kurz vor der starken Verbreitung und Nutzung des Internets entstanden ist. Denn eine derart große Resonanz und darunter so viele lange und aussagekräftige Antwortschreiben hätte ich heute im SMS-E-Mail-Zeitalter wohl nicht mehr erhalten.
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