Alptraum Vorausschau

Arne Pahlke, Mai 1997

 

Meine Faltenfurchen graben Zweifel,

4/5 Lebpacht eingefräst.

Meine Lungen flügeln Pech und Schwefel;

mein Jugendtraum verwest.

 

Vergilbte Finger, gichtverknotet,

Blutgerinnsel, Gehgeschirr.

Bin ausgeschlachtet, ausgebootet;

will so gern, doch kann nicht mehr.

Foto by  Adrian Michael

 

Vergreist, ich Stück Altherrenfleisch;

vom Prinz bis hin zur Kröte.

Ich fühlte mich einst göttergleich,

sprach’s gleich dem großen Goethe.

 

Schau’ voraus, was von meinen Träumen übrig blieb.

Schau’ hin, was von alledem mir noch im Alter lieb.

 

Schaudernd sitz’ ich da nun, kerzengerade,

fahr’ mir fiebernd in meinem Bette durch die Haare.

Stummer Schrei, schweißgebadet und benommen,

hat der Alptraum schon begonnen?

 

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