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Als Kind war die Welt noch in Ordnung Arne Pahlke, April 2001
Als Kind lagen in mancher Nacht unter meinem Bett Krokodile. Gelegentlich haben sie nach mir geschnappt und es waren derer viele.
Heute steht mein Bett im Sumpf in dem ich Nacht für Nacht versinke. Und meine Angst, niemals wird sie stumpf, gleich wie oft ich auch ertrinke.
Als Kind verfolgte mich ein Hund. Er fletschte gierig seine langen Zähne. Ich schrie mir meine Kehle wund. Panikschweiß rannte aus meiner Mähne.
Heute laufe ich zitternd durch die Straßen gejagt von einem unsichtbaren Tiger. Und ich laufe nur noch gezwungenermaßen, kenne ich doch bereits den Sieger.
Als Kind stürzte ich in einen Teich; und meinte kurz, ich müsste sterben. Etwas zog mich tief ins Schattenreich und begann mich schwarz zu färben.
Heute schwimme ich in einem toten Meer und wäre eigentlich schon längst ertrunken. Aus purer Feigheit treibe ich noch darin umher, ziehe erschöpft und einsam meine Runden. |
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® sämtliche Textrechte liegen bei Arne Pahlke/Wortmutation |
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