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Alte Dame an der Häuserwand SONGTEXT Arne Pahlke, Dezember 2007
Ich sah die alte Dame an der Mauer lehn. Neben ihr eine Reklame Margit war ihr Name. und sie konnte kaum noch stehen. Ich nahm die alte Dame an die Hand.
Margit weinte, als ich fragte, was denn mit ihr sei. Sie verzagte und ihr Blick schien leer. Doch dann ließ Margit vor mir ihre Nöte frei; und um uns verschwand das Häusermeer.
Sie war zweiundachtzig und ihr Haar schlohweiß. Zögerlich verriet sie ihren Namen. Ihre Hände waren knochig und ihr Gesicht ganz kreidebleich. Und Margit sprach von Gotterbarmen.
an einem Schlaganfall. Ihre Kinder sah sie ewig schon nicht mehr. Ihr Zug sei vor langer Zeit schon abgefahren. Nein, sie braucht hier niemand mehr.
Fünf Euro am Tag sind dass, was ihr zum Leben blieb. Mehr gibt ihre Rente nicht mehr her. Dreimal in der Woche gibt es Magerquark und Pellkartoffeln zum Verzehr.
Margit schaute mich ganz milde an, als sie meine Hand zum Abschied griff. „Soll ich ihnen was verraten“, junger Mann? „Das Alter fühlt sich an wie ein leckes Schiff“.
Dann drehte sie sich um und ließ mich einfach stehen. Ich sah Margit nie mehr. Doch manchmal, da sehe ich mich an dieser Mauer stehen und immer dann wird mein Herz mir schwer.
Ich sah die alte Dame an der Mauer lehnen. Neben ihr eine Reklame der Deutschen Bank. Margit war ihr Name. Sie konnte kaum noch stehen. Ich nahm die alte Dame an die Hand. |
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® sämtliche Textrechte liegen bei Arne Pahlke/Wortmutation |
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