Angriff der Killertomaten

Produktionsland: USA

Erscheinungsjahr: 1978

Altersfreigabe: FSK 12

Laufzeit: 87 Minuten

Genres(s): Horror-Komödie-Trash

Regie: John De Bello

Besetzung: u.a David Miller, George Wilson, J. Stephen Peace,

Ernie Meyers

 ® Arne Pahlke, 2011

Es ist mir schwer begreiflich, wie ein solch grottiger Film gleich drei Fortsetzungen nach sich ziehen konnte; -  darunter sogar eine mit George Clooney in einer seiner ersten Rollen. Ja, selbst eine eigene Zeichentrickserie (Killertomaten)  und ein Computerspiel hat dieses dilettantische Werk zu verantworten. Doch leider verhält es sich ja allzu oft genauso mit einem Haufen kotigen Dreck: Millionen Fliegen können (wollen) nicht irren, nicht wahr?

Doch tatsächlich sollte man nicht einmal als Entschuldigung durchgehen lassen, dass  „Angriff der Killertomaten“ laut Regisseur John De Bello (was für ein passender Name übrigens für so ein hündisches Produkt) einfach nur eine unterhaltsame Persiflage bzw. Parodie auf Monster-, Science-Fiction und Katastrophenfilme abliefern wollte.

Tja, wenn der gute Bello (wuff-wuff!!) seinem Anspruch denn auch nur hätte Taten folgen lassen,   dann müsste ich hier nicht so vom Leder ziehen. Ja, hätte er sein Vorhaben auch nur annähernd so gut umgesetzt, wie es Keenen Ivoy Wayans im ersten Teil von “Scarie Movie” getan hat, dann hätte man auch den hier rezitierten Film als zumindest gedeihlich  unterhaltsam einstufen können.

 

 

Horsti, nun schalte doch bloß den Scheiß-Tomatenfilm aus!

 

Doch was für ein Kraut muss man hier zuvor geraucht haben, um sich von einem solchen Desaster unterhalten zu fühlen? Nicht nur, dass der Großteil der Darsteller nicht über das Niveau jener Mimen der unzähligen Schulmädchenreport-Schmuddelfilme der 70er hinauskommt, sondern auch die “Story” und die Gags funktionieren nicht.

Oh, wie lustig; -  da springt doch tatsächlich so‘ne olle holländische (?) Tomate  aus einem Küchenspülbecken und greift eine Laiendarstellerin an, wobei der „Angriff“ allein darin besteht, als dass diese winzig kleine Killertomate auf das hysterisch und dummdreist schreiende  Lottchen zurollt. Und dabei brabbelt das Nachtschattengewächs irgendein unverständliches Zeug, das sich ungefähr so anhört, als hätte man Pumuckl mit einem Schlumpf gekreuzt.

Oder es planschen junge Frauen im Meer und plötzlich tauchen böse Tomaten aus der Tiefe auf. In dieser Szene soll dann wohl „Der weiße Hai“ persifliert werden? Doch leider zündet bei so viel billiger Laienarbeit rein gar nichts! Jedenfalls nicht bei einem Menschen, der nicht unter dem Einfluss irgendwelcher psychokativen Drogen steht. Und so muss man sich als unberauschter Zuschauer den ganzen Film über mit unfreiwilliger Komik begnügen. Und auch in jenen Szenen, in denen anstatt kleiner doofer Killertomaten große mutierte Saftschleudern in Aktion sind, die mich teilweise an rot angemalte aufblasbare Hüpfbälle erinnerten, wird dieser “Katastrophenfilm” leider keinen Deut besser.

  1.5 von 10 Punkten

 

schreibe einen Kommentar

Konkalit, 31 Januar 2011 - Hab ihn mir nie ganz zu Gemüte geführt. Sah für mich stets nach albernem Mist aus. Gibt auch für bierselige Trashrunden mit Freunden besseres, z.b Braindead oder sowas.

Wortmutation: Kannst ja mal  einen Blick  wagen - und das sind noch die  “lustigsten” Szenen im ganzen Film:  DAS LUSTIGTE AUS KILLERTOMATEN

Konkalit, 31 Januar 2011 - ja, das ist schon harter Tobak. sind zwar einige witzige szenen dabei gewesen, aber dieses nervtötende geräusch hätte nun wirklich nicht sein gemußt ^^

 

Filmkritiken_Header5