Angst(Zelle)

Arne Pahlke, Februar 2008

 

Sie ist da – sie ist immer da.

Oft nur unterschwellig -

ganz beiläufig und unauffällig.

Ja, mitunter fast gesellig und gefällig.

 

Doch oft schleicht sie sich auch an mich heran;

um dann - wie aus heiterem Himmel – zuzuschlagen.

Sodann formt sie mich zu einem Bündel voll von Missbehagen.

Und im Bruchteil nur einer Sekunde

stecke ich in einer grässlichen Angstzelle.

Und die Schwelle

zur Panik ist dann fließend.

Dies wohlwissend

suche ich stumm schreiend Halt in mir.

Ich bin ihr Beutetier.

Ich bin ihr Beutetier.

Erzählt mir nicht...

erzählt mir nicht....

...wie ich mich jetzt zu verhalten habe!

 

Meine Angstnarbe

bricht ohnehin immer wieder auf.

Ganz gleich, wie oft ich mich der Angst stelle

Meine Angstnarbe, sie bricht immer wieder auf!

 

Wenn sich das Blickfeld verengt.

Wenn sich der Rahmen des Erträglichen sprengt.

Überall lauert der tausendfach persönliche Weltuntergang.

Kein Müßiggang! Kein Müßiggang!

Illustration by Arthur Rackham (1867 - 1939) to Richard Wagner's Das Rheingold.

Sie ist da – sie ist immer da.

Oft nur unterschwellig -

ganz beiläufig und unauffällig.

Doch viel häufiger ist sie dämonisch und zerstörerisch.

 

Ich habe versucht sie als mein Freund zu sehen.

Ich habe versucht sie als Teil von mir anzunehmen.

Aber sie ist vollkommen außer Kontrolle geraten.

Sie frisst mich auf in Raten.

Ich bin ihr Beutetier.

Ich bin ihr Beutetier.

 

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