Anonymität

Unbekanntheit des Namens, Namenlosigkeit, die; - in der schwulen Szene verkehren einige Männer, die ihre wahre Identität (aus welchen Gründen auch immer) nicht preisgeben wollen. Sehr häufig handelt es sich um verheiratete bisexuelle Ehemänner, die ein Outing oder auch generell ein Bekanntwerden ihrer Identität fürchten müssen und deshalb eine Art Doppelleben führen. Dies kann  auch auf verpartnerte Schwule oder Homosexuelle (in gehobenen/heiklen Berufspositionen/in Beziehung lebend etc.) zutreffen

 

Mr.Anonym
Mister Anonym

 

Mitunter legen sich diese Männer während ihrer Szene-Ausflüge nicht nur einen Pseudonamen als Tarnung zu, sondern nehmen es auch sonst mit der Wahrheit nicht so genau. Auch auf Gesichtsfotos (z.B. bei Kontaktanzeigen, Gayromeo) muss man bei ihnen oft vergebens warten. 

Aber auch in der realen (auch mehr oder weniger rein schwulen) Szene herrscht häufig eine gewisse Anonymität und ein “Anonymisierungsdenken”. Dies vor allem in den Bereichen der schwulen Szene, wo es vorrangig/hauptsächlich um den schnellen Sex geht, wie etwa in Sex-Kinos, Cruising-Parks oder Saunen. Manche Schwule suchen sogar ganz gezielt nach anonymen Sex und mögen es überhaupt nicht, wenn es “persönlich” wird. Körperlich nahe darf man sich hingegen schon kommen.

 

siehe auch unter: Chiffre, QuickyPostfachadressen, verheiratete Bisexuelle und Schwule, Zwangsheterosexualitaet, Ueble Nachrede, Verraeterische Flecken, Vaeter (schwule), Selbstverleumdung

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