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„Antichrist“ ist ein Film, der es einem nicht leicht macht, eine passende Bewertung für ihn abzugeben. Und auch ist es nicht leicht, dieses Machwerk in seiner Ganzheit anzunehmen; - oder aber es als Gesamtkonstrukt vollständig abzulehnen. Zu kontrovers, provokant, zerschnitten und verstörend kommt diese Arbeit daher, um sie mal eben aburteilen zu können. .„Antichrist“ ist fordernd, wortgewaltig und gespickt mit Metaphern und symbolbeladenen Bildern. Und viele Dialoge sind von einem psychotherapeutischen Gesprächsmuster durchwoben. Zunächst wird der Zuschauer Zeuge eines überaus tragischen Vorfalls. Während ein Ehepaar ekstatischen Sex hat, stürzt ihr Sohn (vor ihren Augen) aus einem Fenster. Ihr kleiner Sohn ist auf der Stelle tot. Und was im Anschluss an dieses Unglück folgt - und die ersten zwei Drittel des Filmes fast komplett ausfüllt, ist die Aufarbeitung dieses Verlustes, die in drei Phasen (Trauer, Schmerz, Verzweiflung) verläuft. Und dabei nimmt der Ehemann (Willem Dafoe), vom Beruf Psychotherapeut, die (Konfrontations-)Therapie seiner Ehefrau (Charlotte Gainsbourg) selbst in die Hand.
Bilder voller Symbolcharakter
Lars von Trier bombardiert den Zuschauer geradezu mit ständig neuen Symbolbildern und übertreibt es dabei für mein Gefühl etwas, zumal sich einem längst nicht jedes “Bildnis” direkt erschließt. Sicherlich, erzielen die teils extremen sowie oftmals künstlerisch bis malerischen Bilder jeweils für sich genommen Wirkung. Doch in ihrer Häufung wirken sie mitunter geradezu paralysierend, da man oft noch der einen Einstellung nachsinnt - während man bereits von der nächsten Bilderflut aufgesogen wird. Extrem sind die Bilder etwa dann, wenn der Regisseur in Nahaufnahme zeigt, wie Kitzlerlappen mit einer gewöhnlichen Haushaltsschere abgeschnitten werden. Und künstlerisch bis malerisch, wenn Trier in dem „Garten Eden“ z.B. Metapher-Bilder zeigt, wie ein aufgeschrecktes Reh, dass eine Todgeburt mit sich trägt. Und spätestens dann, wenn plötzlich ein Fuchs zu sprechen anfängt und aus der (Konfrontations-)Therapie ein gegen sich selbst gerichteter “Hexenprozess” erwächst, dürften sich viele Zuschauer überfordert oder eben einfach nur in einem falschen Film wähnen, zumal das letzte Filmdrittel in vielerlei Hinsicht einen harten und provokant kontroversen Break darstellt, mit einer finalen Szene, dessen richtige Deutung nicht jedem sofort oder aber überhaupt (ohne zu googeln) gelingen dürfte.
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Konkalit, 14 Februar 2011 - Antichrist war meinerseits ein Flop und das aus einem bestimmten Grund. Schlimmer als die zahllosen Torture Porns die sich in immer drastischeren Gewalteskzessen und Ideen wie man Menschen alles mögliche abschneiden, durchtrennen, durchbohren oder ausreißen kann, sind für mich solche Filme die verstörende und kontroverse Szenen zeigen, oftmals ohne Zusammenhang nur auf künstlicher Integrität und Ausdruckskraft berufen. Leider haben solche Filme für mich oft keine Aussage und fangen an mich nach einiger Zeit zu langweilen. so erging es mir auch leider mit diesem Film, vielleicht verstehe ich nur die die Symbolik nicht und vielleicht steht hinter all dem doch ein ganz tiefer bedeutsamer Sinn aber haben muss ich das nicht. Klar bleibt bei vielen dieser Szenen ein seltsames Gefühl im Magen zurück und ein leicht verstörter Eindruck ob des Tabubruchs der einem eben feilgeboten wurde aber auch das vergeht. Eine Ausnahme mache ich in diesem Bereich für den Film "Begotten" denn der war wirklich verstörend und hatte ebenfalls eine Symbolik in seinen Bildern und der Geschichte die zwar auch nicht leicht zu verstehen war aber der mir einfach besser gefiel und mit seinem Schwarz-Weiß-Layout noch verstörender daherkam. Wortmutation: “Begotten” kenne ich noch nicht - werde ich aber wohl demnächst ändern. |
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