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antischwule Gewalt Als antischwule Gewalttaten gelten all jene Vergehen, die sich vordergründig an der sexuellen Ausrichtung des Gewaltopfers ausrichten. Häufig werden dabei neben der Beleidigung, Beschimpfung ("Schwule Sau", "Arschficker" etc.) und Diskriminierungen weitere Straftatbestände erfüllt, wie z.B. Körperverletzung, Diebstahl sowie sexuelle Misshandlungen (Vergewaltigung). Wenn also jemand einen Homosexuellen auch oder vor allem auf Grund seiner Neigung zusammenschlägt/ausraubt/verletzt/misshandelt, so spricht man von einer antischwulen Gewalttat. Polizeiliche Untersuchungen in den Vereinigten Staaten haben ergeben, dass nahezu 90% der Homosexuellen mindestens einmal antischwule Gewalt in irgendeiner Form widerfahren ist.
Und in Deutschland sieht es nicht viel besser aus: So wurden im Jahre 2005 allein in Berlin etwa 250 Fälle antischwuler Gewalt registriert. Die Gewalttäter sind hauptsächlich zwischen 15 und 25 Jahre alt und treten dem Opfer meist in einer Gruppe von 2-4 Personen gegenüber. Solche Erlebnisse sind für viele Opfer traumatisch und hinterlassen tiefe Narben in der Seele. Dennoch werden viele dieser Vorfälle aus einem falschen Schamgefühl heraus oder aus Angst vor einem Racheakt der Täter nicht zur Anzeige gebracht. Von daher ist von einer hohen Dunkelziffer auszugehen.
Trotz alledem lebt man als Schwuler in Deutschland noch verhältnismäßig sicher, wenn man bedenkt, dass es auch Länder gibt, in denen gewalttätige Übergriffe auf schwule Einrichtungen sowie auf homosexuelle Einzelpersonen sogar von Seiten der Polizei ausgehen. Einen beispielhaften Weg beschreitet Israel, wo bereits vor längerer Zeit ein wirkungsvolles Anti-Diskriminierungsgesetz für gleichgeschlechtliche Personen verabschiedet wurde.
siehe auch unter: Beschimpfungen & Beleidigungen (antischwule),Vergewaltigung, Ueberfalltelefon (schwules), Rosa Telefon,Aufklaerungsunterricht, Gefaengnis (Homosexuelle im Strafvollzug),Elektroschocks, Psychiatrie und Homosexualität , Homophobie, Rio, Schwuchtel, Arschficker, Zusammengehoerigkeitsgefühl (Solidaritaet) |
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