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Antistereotype Arne Pahlke, August 2010
Ich bin ein Retroprodukt; bin ein verfänglicher Konstrukt. Ich bin ein Virus, - ein Krankheitskeim; die schwarze Pest ganz insgeheim. Ich bin der weiße Sensenmann; ein greiser Peter-Pan-Tyrann. Ich bin die Asche auf meinem Haupt. Ich bin ein Wunder; - doch unverdaut.
Ich bin humanes Kapital; mein mobiles Hospital. Bin sterbenskrank, sonst kerngesund. Red‘ mir ständig nach dem Mund. Ich bin einzig - eklatant und kaum fehlertolerant. Ich bin ein Satzbaufetischist; ein Wundenwühlerexorzist.
Ich bin antistereotype, und nur auf Zuruf zuweilen lieb. Ich simuliere Heiterkeit und übe mich in Hörstummheit. Ich bin der scheue Singular mit einen eigenem Okular. Ich bin der Frosch von einem Prinz. Ich bin der Himmel der Provinz.
Ich bin das Mädchen Phantasie und neig‘ zur Charakterkomödie. Ich bin erbärmlich interessant; ein kreisrunder Spiral-Quadrant. Ich bin ein verbotenes Destillat; ein abstrakter Pluralspagat. Und ich wär’ Allvater dieser Sphäre; wenn ich nicht am Menschsein verendet wäre. |
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Jet, - 22 August Ein sehr schönes melancholisches Gedicht - ich erkenne mich da irgendwie wieder! :-) Das kommt in mein kleines schwarzes virtuelles Büchlein ...vielen Dank! Wortmutation: Ich hätte ja zu gerne den freien Zugang auf alle schwarzen (virtuellen) Büchlein dieser Welt. :-) Konkalit, 23 August 2010 "Ich simuliere Heiterkeit und übe mich in Hörstummheit." Der Satz erinnert mich an den "taubstummen" Häuptling aus Einer flog über das Kukucksnest. Gerade an das Buch wo die Innenwelt von ihm klarer thematisiert wird. Der Satz passt perfekt zu seiner Überlebensstrategie. Wortmutation: Ich hatte eine komplette 1-Liter-Flasche Wein ausgetrunken, als ich die letzten Worte von “Antistereotype” niederschrieb. Manchen Texten/Gedichten bekommt es einfach gut, wenn ich dabei vom Alkohol beflügelt über mein Kuckucksnest fliege. Dieses Werk zählt unbedingt dazu ! |
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® sämtliche Textrechte liegen bei Arne Pahlke/Wortmutation |
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