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Arbeit (Outing auf der Arbeit) Viele Schwule haben Angst davor, dass ihre Homosexualität am Arbeitsplatz bekannt werden könnte. Und diese Angst ist durchaus berechtigt. Über 80 % der Schwulen, dessen sexuelle Orientierung bei dem Arbeitskollegen durch Eigeninitiative oder Fremd-Outing bekannt wurde, wurden auf Grund ihrer Orientierung diskriminiert. Diffamierungen gegenüber Homosexuellen am Arbeitsplatz: Da gibt es die verbalen Tiefflieger wie z.B. "Ach, da ist ja unser Süßer", "Schatzi" oder auch härtere Verfehlungen wie: "Tunte" und "Schwuli". Sehr häufig werden auch antischwule Witze in der Gegenwart von Homosexuellen zum Besten gegeben. Außerdem werden Schwule am Arbeitsplatz häufig provoziert und lächerlich gemacht, indem man etwa ihre Gangart nachahmt oder ihre Mimik und Gestik überzeichnet nachstellt. Vereinzelt kommt es auch zu körperlichen Übergriffen oder Benachteiligungen (Versetzung, Beförderungsstopp etc.) am Arbeitsplatz Um solchen Attacken und Herabwürdigungen zu entgehen, verschweigen die meisten Homosexuellen ihre Gleichgeschlechtlichkeit, was häufig dazu führt, dass sie sich von ihren Arbeitskollegen abkapseln. Auf die Dauer kann es ziemlich anstrengend werden, die eigene Identität zu verleugnen, so z.B. wenn beim Job über Beziehungen oder Wochenenderlebnisse, Wünsche und Lebensträume gesprochen wird. Ja, selbst Einladungen zu Betriebsfeiern oder auf Geburtstage (Warum bringst du deine Freundin nicht mit?) werden von den Betroffenen oft als sehr belastend empfunden.
... es gibt jede Menge Arbeitsschutzrichtlinien ...aber wer schütz Schwule vor Diskriminierung am Arbeitsplatz?
Ein Homosexueller hat am Arbeitsplatz aber durchaus Möglichkeiten sich gegenüber Übergriffen und Diskriminierungen zur Wehr zu setzen, die übrigens oftmals bereits bei Einstellungsgesprächen ihren Anfang nehmen, wenn der Arbeitgeber z.B. direkt oder indirekt nach der sexuellen Ausrichtung fragt. Solche Fragen müssen nicht beantwortet werden, wodurch sich allerdings eine Absage kaum mehr vermeiden lassen wird. Es bleibt einem die Anwendung eines gesetzlich erlaubten Notwehrrechts. Hierbei gaukelt man dem Arbeitgeber eine heterosexuelle Lebensweise vor oder aber man schaut sich nach einem anderen Job um. Homosexualität darf in Deutschland übrigens niemals Kündigungsgrund sein, auch dann nicht, wenn man diese bei der Einstellung verschwiegen hat!
siehe auch unter: Diskriminierung, Bundeswehr und Homosexualität, Schule und Homosexualität, Beschimpfungen & Beleidigungen (antischwule), Oeffentlichkeit & Gesellschaft, Zwangsheterosexualitaet , Verdraengung, Selbstwertgefuehl & Selbstachtung, Ueble Nachrede |
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