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Armselig Arne Pahlke, 1993
I H R L Ü G N E R Moralwächter des Bürgertums. I H R H E U C H L E R Verfechter des windigen Ruhms.
Ihr wurdet auf Leichenbergen großgezogen, zum trägen feigen Vieh gebogen.
I H R M O R A L I S T E N voll von arglistigem Anstand und trügerischer Würde. Begeht ein Kniefall vor des Lebens wahrer Hürde, die hoch vor euch steht. Anstatt sie mit Anlauf zu nehmen, steht ihr da und fleht: „Gott, lass was Schönes geschehen!“
I H R M U T L O S E N Oder sollte ich Feiglinge sagen? Ich höre euch zähneklappernd fragen: „Ob das wohl erlaubt ist, anders zu denken?“ „Ob das wohl erlaubt ist, sich einfach nur sich selbst verschenken?“ So ganz ohne Führer selbstständig laufen, so ganz ohne Fesseln im Dasein ersaufen?
I H R B R A V E N B Ü R G E R Ihr schläfrigen Schafe des Staates. I H R G E B L E N D E T E N L I C H T E R führt ein Leben des Wartens.
Ihr schlafwandelt auf einem Weg, den ihr „den Richtigen“ nennt. Und dies, obgleich ihr euch nie eine Spur von der Mitte bewegt.
Glaubt ihr denn, dass ihr die Wahrheit kennt?
I H R A R M S E L I G E N die ihr euch Geld fressend als Sieger fühlt. Ihr lebt doch nur ein angenehmes Gefühl welches keinerlei Fragen aufwirft, eure Sinne nicht schärft. Und wo ihr hoffen könnt, dass ihr im beschränktem Gewühl |
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® sämtliche Textrechte liegen bei Arne Pahlke/Wortmutation |
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