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Beschaffungskriminalität in Sachen Liebe Arne Pahlke, Februar 2006
Die geilste Droge der Welt ist und bleibt die Liebe! Doch viele Menschen fühlen sich elendig, weil sie sich diese geilste Droge der Welt entweder höchst unzureichend oder aber gar nicht zuführen können.
um ein Vielfaches einfacher sich z.B. Koks durch die Nase zu ziehen oder eine Nadel zu setzen, als im Vergleich dazu Liebe zu geben, oder allein ein klein wenig Liebe zuzulassen.
eine Form von entwürdigenden Selbstliebeversuchen, die gleichsam auf einen tiefen Selbsthass gründet, eben auf das Unvermögen ausreichend lieben zu können, oder aber zu wenig geliebt worden zu sein, was meistens Hand in Hand geht.
Und so kämpfen z.B. jene, die zu kalten Technobeats tanzen, wie in sich zurückgezogene Autisten; - oder jene, die sich allabendlich mit Zartbitterschokolade ihre Seele streicheln, doch nur gegen einen Mangel an Liebe an.
Wem auch immer die balsamische Kraft der Liebe über einen längeren Zeitraum entzogen wird; - oder wer sich diese aus einem eigenen Unvermögen heraus selbst vorenthalten muss, ebendieser Mensch neigt zur Selbstfolterung oder aber zur Beschaffungskriminalität in Sachen Liebe.
Fast niemand tötet aus einem Gefühl echter Liebe; doch unzählige Menschen töten aus einem Mangel an Liebe. Und dies oft aus jenem hohlstumpfen Gefühl heraus, welches sich unweigerlich in jedem Menschen breit macht, dem diese geilste Droge der Welt über einen längeren Zeitraum vorenthalten wird. Oder man wir ein verbitterter Mensch, weil man mit dieser Droge nicht umgehen kann, weil man es nie richtig gelernt hat, oder einem traumatische Erlebnisse diese Fähigkeit nachhaltig genommen haben.
Vergewaltigungen oder Amokläufe können dann verzweifelte Antworten auf die Verwahrlosung einer ungestreichelten Seele sein.
Und trotzdem wünscht sich die Neunzehntelmehrheit, der noch liebesfähigen Masse, das sich all unter Liebesarmut leidenden Gefühlskrüppel lieber selbst auslöschen sollen; als andere Menschen mit in ihr Leiden mit einzubeziehen.
Und somit schützt uns am Ende also nicht einmal diese geilste Droge der Welt vor einer derartig lieblosen Ab- und Ausgrenzung. Oder sind die meisten der vielen Liebenden der Welt am Ende selbst nur Liebeskrüppel; verängstige Beschaffungskriminelle in Sachen Liebe? |
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Tuca, 12 Dezember 2011 - Dieser Text hat in mir einen Gedankensturm in Sachen Liebe ausgeloest. Irgendwie moechte ich versuchen diesen Sturm einzufangen. Liebeskrueppel war das Zuendwort. Ich komme aus dem orientalischen Bereich, wo Liebe als Krankheit und deshalb mal schnell in die welt der Poesie verfrachtet wird. Partnerschfaften werden oder wurden hauptsaechlich aus pragmatischen Gruenden geschlossen. |
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® sämtliche Textrechte liegen bei Arne Pahlke/Wortmutation |
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