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Beschimpfungen & Beleidigungen (antischwule) Die meisten schwulenfeindlichen Beschimpfungen und Parolen werden von Jugendlichen ausgesprochen. Und dazu kommt es vor allem dann, wenn diese sich in einer Gruppe mit Gleichaltrigen wiederfinden. Häufig versuchen Verbaltäter durch Beleidigungen aufgestauten Frust und Aggressionen abzubauen, Minderwertigkeitsgefühle zu kompensieren und/oder sich innerhalb ihrer Gruppe zu profilieren. Da sie dabei ein möglichst geringes Risiko für sich selbst eingehen wollen, halten sie vornehmlich nach schwachen Opfern Ausschau. Hierzu zählen auch jene Jungs oder Männer, die auffällig schwul wirken (Gestik, Mimik, feminines Aussehen). Häufig reicht es schon aus, wenn zwei Männer Händchen haltend durch die Straßen gehen, um Ziel antischwuler Beschimpfungen zu werden. Wenn irgendwie möglich, sollte sich der Betroffene von verbalen Angriffen unbeeindruckt zeigen und gleichzeitig versuchen, sich dem Aktionsradius dieser Attacken zu entziehen, ggf. um Hilfe zu rufen.
Für Homosexuelle grassieren eine ganze Reihe von Schimpfwörtern, wie z.B.: "Warmer Bruder", "Schwuchtel", "schwule Sau", "Schwanzlutscher", "Hinterlader" oder "Arschficker". Derartige Beleidigungen muss man nicht ohne weiteres auf sich beruhen lassen. So gelten Betitelungen wie: "Schwanzlutscher" oder "Schwuchtel" eindeutig als verunglimpfend und reichen bereits für eine Klage wegen Beleidigung aus. Für den "schwulen Arschficker" wurden einen Homosexuellen z.B. umgerechnet 500 Euro zugesprochen. Dies aber auch nur deshalb, weil er nachweisen konnte, dass er durch die Beleidigung psychisch stark verletzt worden ist. Doch wenn man berücksichtigt, dass ein gerichtliches Vorgehen mit nicht unerheblichen Kosten verbunden ist und die Täter oftmals nicht verurteilt werden, weil z.B. Aussage gegen Aussage steht oder das Opfer auf Grund der Anzeige neue Übergriffe fürchten muss, kann man nachvollziehen, warum nur wenige Verunglimpfungen und Beleidigungen zur Anzeige gebracht werden.
siehe hierzu auch: antischwule Gewalt, Diskriminierung, Ueberfalltelefon (schwules)Schule und Homosexualität, Rosa Telefon, Aufklaerungsunterricht, Ueble Nachrede, Auslaender (schwule), Zukunftsaussichten & Zukunftsaengste, Angst & Angsterkrankung,Beratungsstellen (schwule), Selbstwertgefuehl & Selbstachtung, Arbeit (Outing auf der Arbeit), Bundesverband Homosexualitaet e. V , Alibi-Hetero,Oeffentlichkeit & Gesellschaft, Bundeswehr und Homosexualität |
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