Bibel

Wenn Schwulenhassern die Argumente ausgehen, dann fahren sie häufig “großes” Geschütz auf und argumentieren: " …aber in der Bibel steht schließlich geschrieben, dass Homosexualität widernatürlich ist …"

Doch kommt die Gleichgeschlechtlichkeit in der Bibel wirklich so schlecht weg? Und ist die heilige Schrift nicht geradezu überfrachtet von interpretationswürdigen Textpassagen, die insbesondere von fanatischen Glaubensgewinnlern dazu missbraucht werden, gegen ihnen fremde (feindliche) Wertvorstellungen  Front zu machen?

Und muss man sich bei aller Wertschätzung für das Alte und Neue Testament nicht immer wieder vor Augen halten, dass beide Versionen nicht von einem Gott sondern von Menschenhand, in einer weit zurückliegenden Kulturepoche, verfasst bzw. überliefert wurden?  

Natürlich scheinen Passagen wie: "Täuscht euch nicht! Weder Unzüchtige noch Götzenanbeter noch Ehebrecher noch Lustknaben und Knabenschänder werden das Reich Gottes erben", im ersten Augenblick gegen die Homosexualität zu sprechen. Doch sind zwei sich liebende erwachsene Schwule etwa Lustknaben, Knabenschänder oder Unzüchtige?

Verhält es sich nicht vielmehr so, dass einige Menschen mit falschem Eifer aus der Bibel zitieren und Unzüchtige zu Schwulen  degradieren und sie dazu passend gleich noch mit dem Stempel eines Kinderschänders  versehen, obgleich mit den Worten höchstwahrscheinlich etwas ganz anderes gemeint war?

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Die (schein)heilige Schrift

 

Für viele Bibelforscher steht überdies außer Frage, dass die heilige Schrift seit ihrem Bestehen nicht nur immer wieder umgeschrieben, sondern unliebsame Passagen sogar ganz aus ihr herausgestrichen wurden. Denn vor allem in früheren Epochen wurde die Bibel von vielen Herrschenden als Machtinstrument missbraucht. Durch sie hielten die Landesherren ihre Untertanen zum Wohlverhalten an, wobei dann, so einige Bibelforscher, der Gott der Liebe nach und nach dem Gott des Zorns und der Vergeltung immer mehr Platz einzuräumen hatte. Und so scheint es mehr als nur fraglich, ob Gott den Inhalt der Bibel tatsächlich als seinen “Gesetzestext” anerkennen würde.

 

siehe auch unter: Priester (katholische), Kirche  (katholische), Spiritualitaet  (spiritueller Weg), Gott, Taoismus,Vatikanstadt, Suenden, Psychiatrie und Homosexualität, Geschichte der Homosexualitaet, Dyba, Johannes Dr,Exodus International Organisation, Demut

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