Bloodsport

bloodsport

Produktionsland: USA

Erscheinungsjahr: 1988

Altersfreigabe: FSK 18

Laufzeit: 102 Minuten

Genres(s): Kampfsport, Matrial-Arts-Film

Regie: Newt Arnold

Besetzung: u.a. Jean-Claude Van Damme, Donald Gibb, Leah Ayres, Norman Burton,Forest Whitaker, Roy Chiao, Philip Chan, Pierre Rafini, Bolo Yeung

 ® Arne Pahlke, 2011

Ich bin fürwahr kein Fan von Jean-Claude Van Damme. Und ich möchte hiermit auch ausdrücklich vor den drei Fortsetzungen (Bloodsport 2-4) warnen! Diese sind nämlich noch grottiger, als die Mehrzahl jener Schinken, die Van Damme nach seinen zumindest kommerziell achtbaren Erfolgen Mitte der 90er abgedreht hat.

Man kann Van Damme mittlerweile als einen der bekanntesten (bedauernswertesten) Direct-to-Video-Darsteller bezeichnen; - also als einen Mimen von B-Filmproduktionen, die nicht für eine Aufführung in Kinos oder Fernsehen  - sondern direkt für eine Auswertung im Heimvideomarkt (Videotheken-Verleih, DVD, Blue-Ray) produziert werden. Spöttisch kann man Direct-to-Video auch als gewinnbringendes Verwertungsmodel dürftiger bis mieser Filme bezeichnen, in denen abgehalfterte Ex-Filmstars mit ihren einst guten Namen (ich sag nur Steven Seagal) auf Kundenfang gehen.

Aber natürlich ist Direct-to-Video auch ein wichtiges und wertvolles Verfahren, wie etwa für Nischenfilme (z.B. Splatter- und B-Horrorfilme).

 

Bloodsport basiert auf der angeblich wahren Geschichte des amerikanischen Kämpfers Frank W. Dux

 

Und Jean-Claude Van Damme ist  auch bekannt dafür,  das er fast ausnahmslos in wenig gehaltvollen Actionfilmen mitgewirkt hat; – viele davon mit Kampfsporthandlungen. Und „Bloodsport“ stellt diesbezüglich keine Ausnahme dar. Auch dieser Matrial-Arts-Film ist letztlich trivial und auch in diesem Streifen kloppt sich Van Damme durch eine ziemlich dünne Handlung.

Doch was macht diesen Film dennoch gut und sehenswert?

Dies liegt vor allem daran, dass die Art und Weise, wie die Kämpfe in dieser Low-Budget-Produktion dargestellt werden, überzeugen kann. Die Fights  sind hart, schnell und dramatisch  choreographiert und gut geschnitten;  und zwar in einer für die damalige Zeit  durchaus  progressiven Machart. Außerdem wirken die Kämpfe in „Bloodsport” überwiegend authentisch  und somit  glaubwürdig, während in vielen “nachgeworfenen”  Kampfsportproduktionen  zu oft immer noch eine Schippe draufgelegt wird, was häufig zu völlig überzogenen und damit unglaubwürdigen Kampfsequenzen führt.

„Bloodsport“ hingegen wirkt frisch und unverbraucht - phasenweise sogar wie ein Neuausrichter des Genres; - und der aufstrebende Van Damme wirkte in diesem Werk noch hungrig und bissig. Und so prügelte sich Van Damme denn auch mit ebendiesem Film in die Herzen sehr vieler Kampfsportfans. Und nicht wenige sahen in ihm bereits den kommenden Megastar am Hollywoodhimmel  - jemand, der in die Fußstapfen eines Stallones oder gar Schwarzeneggers treten könnte. Doch tatsächlich kloppte sich Van Damme nach diesem Kampfsport-Klassiker  mehr und mehr in die Direct-to-Video-Liga.

     7 von 10 Punkten

 

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