Bondage (Fesseln & Fesselspiele)

Der aus dem Englischen stammende Begriff Bondage steht u.a. für Unfreiheit und Knechtschaft.  Die Anwendung und Praktizierung diverser Bondagetechniken dient meistens zur sexuellen Stimulation. Allerdings gibt es auch jene Personen, die Bondage vordergründig oder sogar ausnahmslos aus ästhetischen Gründen (u.a. Aktfotografie) praktizieren.

Bei der sexuellen Ausrichtung genießt der gefesselte Mann (Bottom) vor allem das Gefühl des Ausgeliefertseins. Er gibt seine Eigenständigkeit vorübergehend auf und überträgt die Kontrolle/Macht über seinen Körper an den aktiven (Top) Partner. Auch fühlen sich viele Gefesselten in ihrer passiven Rolle geborgen. Wieder andere spüren Ohnmacht und Hilflosigkeit, ähnlich eines Menschen, der tatsächlich gegen seinen eigenen Willen gefesselt wurde. Allerdings mit dem Unterschied, dass sie aus dieser aussichtslos scheinenden Situation ihre Lust ziehen. Der Top genießt hingegen die Machtposition, die er gegenüber einem gefesselten Bottom einnimmt. Und viele Tops geben auch an, dass sie gefesselte Sexpartner visueller (viel) stärker wahrnehmen und überdies genießen sie die uneingeschränkte (sexuelle) Verfügbarkeit ihres Partners.

 

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kunstvoll arrangiertes Fesselopfer

 

Vertrauen und das Einhalten von Sicherheitsvorkehrungen ist bei annähernd allen Bondage-Techniken von großer Wichtigkeit. Dies gilt vor allem für jene Techniken, bei denen der Bottom in eine absolute Bewegungsunfähigkeit (Mumifizierung) versetzt wird. Deshalb ist es in der BDSM-Szene üblich vor Bondage-Sessions Codewörter (Safewords) zu vereinbaren. Auch ist es wichtig, dass der Top grundlegendes Wissen über die menschliche Anatomie hat. So kann es nämlich, etwa durch falsches Anlegen der Fesseln, zu Quetschungen, Atemproblemen oder im schlimmsten Fall sogar zu Erstickungsanfällen kommen. Aus diesem Grund sollte ein Top einen gefesselten Bottom  niemals unbeaufsichtigt lassen! Und es sollte stets gewährleistet sein, dass der Top den Gefesselten im Notfall schnell befreien kann; - etwa wenn dieser in Panik gerät. Außerdem sollte der Hals beim Bondage eine absolute Tabuzone sein. Niemals sollte man seinen Partner dort fesseln!

einige Bondage-Techniken:

- zusammenbinden von Körperteilen (hauptsächlich Arme und Beine) durch Handschellen/Fußschellen sowie Seile/Taue

- verpacken/einschnüren in Folie (Frischhaltefolie) oder das Umwickeln mit  Klebeband.

- die Nutzung eines Vakuumbettes oder Fesselsacks oder einer Zwangsjacke (Fixierungen) sowie eines (Spezial-)Korsetts.

- anbinden/aufbinden an Andreaskreuz, Fesselbock, Fesselrahmen, Spreizer, Streckbank,  Tisch, Stuhl, Deckenaufhängung

 

Foto/urheber: Sensei George
extreme Form der Mumifikation

 

Eines der wichtigen Utensilien für BDSM-Liebhaber sind die „Bondage-Seile“. Und diese muss man nicht in sündhaft teuren Fachgeschäften kaufen, sondern bekommt diese auch in einem Geschäft für Bootszubehör oder aber in einem Outdoor-Shop (Bergsteigerseile). Dort erhältliche Taue und Seile sind mit den "Spezialtauen" aus Sex-Shops  vergleichbar. Häufig haben sie sogar eine bessere Qualität und kosten gleichzeitig oft nur ein Bruchteil dessen, was man in Sex-Shops dafür hinlegen muss.

siehe auch unter: Masken (BDSM-Utensil), Handschellen, Sadomasochismus (SM)Kaefige & Zellen (SM-Mobilar),Playrooms (für BDSM) Verantwortungsbewusstsein (beim Sex), Codewort Ampelwort Stoppwort, Carotis-Sinus-Reflex, Pranger & Andreaskreuz, Atemkontrolle, Spanking, Flag (Flagellation),Bastinade,

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