Callboys

englisch call, „anrufen“, und boy, „Junge“; - Callboys unterscheiden sich von Strichern unter anderem durch eine zumeist professionellere Einstellung. So bieten Callboys ihre Dienste oft regelmäßig/dauerhaft in einem speziell für ihre Tätigkeit angemieteten Appartement oder der eigenen Wohnung an, während Stricher oft vordergründig/hauptsächlich aus Geldnot, etwa auf Grund einer bestehenden Spiel- oder Drogensucht (Beschaffungsprostitution)  ihren Körper an einschlägigen Orten verkaufen. 

Ein Freier muss für einen Besuch bei einem Callboy in der Regel zwischen 80-250 Euro berappen. Dieser Preis gilt in der Regel für eine Stunde. Für Haus- und Hotelbesuche sowie sexuelle Extrawünsche werden oft zusätzliche Kosten (Anfahrtskosten) fällig. Die Klientel eines Callboys unterscheidet sich durchaus von dem eines Bahnhofsstrichers, wenngleich es natürlich auch viele Freier gibt, die sich sowohl in Stricherbars, auf Bahnhöfen als auch bei Callboys einfinden. Callboys haben z.B. viel häufiger mit verheirateten („hetero“- und bisexuellen) Männern zu tun, die ungern in der schwulen Szene verkehren wollen und lieber die Anonymität  einer diskret gelegenen Callboy-Wohnung vorziehen.

 

Kiloware Mensch

Ein weiterer Unterschied zwischen Callboys und Strichern liegt in der Altersstruktur. Callboys sind im Durchschnitt deutlich älter (durchschnittlich 25-35 Jahre) als im Vergleich dazu die Bahnhofs- oder Barstricher (circa 16 bis 25 Jahre).

Viele Callboys haben eine Stricherkarriere hinter sich und waren des Daseins als Stricher auf der Straße entweder überdrüssig oder sie wurden schlicht zu alt für den Bahnhof oder das Anschaffen in den Stricherbars. Eher wenige Boys schaffen allerdings den “Karrieresprung” vom Stricher zum Callboy.

 

siehe auch unter: Prostitution (maennliche), Callboys, Abmelkwirtschaft, anschaffen gehen, Freier & Freiertypen, Kontaktanzeigen, Pattaya, Sadomasochismus in der Prostitution, Stricher, Stricherlokale, Thailand - käufliche Thaiboys, Zweckbuendnisse (unter Schwulen),gutsituiert, Sneakers und Sneakersfetisch

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