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Chaos im Kopf Arne Pahlke, Februar 2008
Tausend Imaginationen fahren mit mir Achterbahn. Können die mich denn nicht verschonen; vor allem mein Geruchsorgan? Schweiß-Lavendel steht für Ulrich, der vor eine S-Bahn sprang. Nuttela-Mohn steht für den Autostrich, der mir fast mein Leben nahm. Schlag die Hände an meinen Schädel, damit er endlich Ruhe gibt. Benzin-Urin steht für das Mädel, dass sich nur für Geld in mich verliebt. Ach, wenn‘s denn nur Gerüche wären, was mir da mein Gehirn umpflügt. Nein, alles und jedes zeigt Begehren; und das stimmt mich missvergnügt.
Chaos in meinem Kopf
Kalt gepresstes Furchtgeflecht. In mir gedeihen die Mimosen. Sie entzogen mir das Sorgerecht. Streichholzköpfe legten Feuer in meiner großen Panikburg. Hinter mir ein Ungeheuer. Und in mir tobt ein Hirnchirurg. Anarchie in meinem Geiste treibt mich hin zum Selbstboykott. In mir tanzen Zugereiste und immerzu tönt ein Fagott. Sie mögen mich ja putzig finden mit meinem Neurosensammelwahn. Doch mein Allgemeinbefinden gleicht einem Tanz auf dem Vulkan.
Chaos in meinem Kopf
Mörderische Träume grinsen mir von ganz weit unten zu. Der Teufel fordert Wucherzinsen und drückt mir beide Auge zu. Ich züchte Wahnwitz und Psychosen; verfolge den schwarzen Mann in mir. Ich bin mir sauer aufgestoßen. Meine Angst, sie gleicht dem Löschpapier.
Unzerkaute Denkschablonen, ausgelutschtes Fluchtgeflecht. Ich bin dabei mich zu verwohnen. Und wenn ich mich anfass, wird mir schlecht
Trotz allem bin ich normal verkommen, auch wenn ich stets ein anderer bin. Meine Klarsicht, die ist verschwommen. Doch all dies ist halb so schlimm
…denn … das Chaos in meinem Kopf |
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® sämtliche Textrechte liegen bei Arne Pahlke/Wortmutation |
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