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Clownstränen Arne Pahlke, Sommer 1992
Sie kichern, kreischen, prusten. Sie gackern, pfeifen, husten. Die Pfötchen werden hochgerissen, die Lippen werden wund gebissen.
Brodelnd tobt das Volk wie jeck, rhythmisch klatschend Gag um Gag. Und ist die Pointe noch so dumm, hier weilt ein schlichtes Publikum.
Schenkel klatschen, Hände applaudieren, ganz gleich, welchen Schund die Clowns servieren. Trivialer Takt auf kurzer Saite treibt das Getobe in die Breite.
Am besten alles leicht beschränkt, damit jeder hier den Witz erkennt. Die Prise Sex tut auch der Stimmung gut - ist wie Petting für die Freudenflut.
Die Schadenfreude kommt am besten an, wer lacht nicht gern übern schwarzen Mann? Mit seiner aufgelegten irren Röhre, ködert er die Primitiv-Claquere.
Alle stimmen freudetrunken ein: „Ja, heute woll’n wir fröhlich sein!“ Nach dem Riesen-Schlussapplaus, gehen die Massen laut nach Haus.
Und der Clown in der Garderobe, betäubt sich still mit einer Droge. |
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® sämtliche Textrechte liegen bei Arne Pahlke/Wortmutation |
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