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In den 80er Jahren wurden viele Werwolffilme produziert, darunter leider etliche Schundwerke a‘ la Teenwolf. Allerdings hat diese Zeit auch einige Perlen hervorgebracht, die bis zum heutigen Tage zu den führenden Filmen dieses Sub-Genres zählen, wie etwa der von mir besprochene American Werewolf oder eben „Das Tier“. „The Howling“ (so der Originaltitel) ist ein relativ düsterer Film, der geheimnisumwoben und mitunter etwas verwirrend daherkommt. Trotz alledem bleibt dieser Horror-Thriller aus dem Jahre 1981 alles in allem gut zugänglich. Joe Dantes Machwerk wirkt auf dem ersten Blick vielleicht ziemlich humorlos. Tatsächlich aber wimmelt es in diesem Film von dezent eingesetzten Gags, von denen viele aber erst beim wiederholten Ansehen auffallen. Und auch dann erst dürfte vielen Zuschauern bewusst werden, wie akribisch und detailverliebt Joe Dante ans Werk ging; - wie er fast nichts dem Zufall überließ, - wie er in viele seiner Filmbilder kleine Botschaften oder „Gags“ versteckte. Die hervorragende Filmmusik trägt sicherlich einen maßgeblichen Anteil daran, dass dieser Film so oft Spannung aufbauen und diese dann auch lange hochhalten kann. In einigen Einstellungen verbreitet die Musik eine kaum zu ertragende Dramatik, wie etwa in jener Szene im Wald, in der auf Pfählen gebauten Holzhütte. Würde man diese Szene ohne die kongeniale Filmmusik ablaufen lassen, so würden die eher harmlosen Bilder längst nicht jene beklemmende Wirkung entfalten. Zwar sieht man den Werwolf in dieser Szene so gut wie gar nicht; – doch durch die Panik gurgelnde Musik ist er präsent. Ja, man meint förmlich ihn durch die Holzwand hindurch sehen zu können; - vermutet in jeder Sekunde, dass sich seine Pranken einen Weg ins Innere der Holzhütte brechen.
Heul mit den Wölfen!
Der Verwandlungsszenen sind erstklassig. Was die Make-up-Spezialisten seinerzeit in mühevoller Handarbeit vollbracht haben, wirkt selbst heute noch beängstigend und dabei weitaus realistischer, als viel der heute zum Einsatz kommenden Computeranimationen/Computereffekte. „The Howling“ verbreitet über weite Strecken eine ganz eigene und von mir schwer zu beschreibende Stimmung, die dieser Streifen bis zum Finale aufrecht hält, wo er dann aber leider (für mein Gefühl) etwas von dieser ganz besonderen Stimmung einbüßt. „Das Tier“ ist trotz seiner vielen spannenden Szenen ein Film der ruhigen Bilder. Mitunter wirkt er sogar fast malerisch. Doch obgleich dieser Film einen durchaus hohen Wiedersehwert hat und man ihn handwerklich als äußerst gelungen und spannend bezeichnen muss, hinterlässt er bis heute einen zwiespältigen Eindruck bei mir. Vielleicht hätte ich mir ein anderes Ende gewünscht? Vielleicht war mir das Finale irgendwie zu konfus /zu trivial oder nicht düster genug? Oder entriss es mich einfach zu sehr aus dieser zuvor in mir aufgebauten Stimmung? Ich weiß es bis zum heutigen Tag nicht wirklich zu sagen, was mich an diesem Film letztlich dann doch auf eine Weise stört, die mich daran hindert, diesem kleinen Kunstwerk eine Höchstwertung zukommen zu lassen.
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