Date mit der Beauty-Queen von You-Tube
® Arne Pahlke, Januar 2012

 


Halt, so bleiben Sie doch stehen! Leihen Sie mir bitte Ihr Gehör, Sie pompös-prächtige Schönheitskönigin!


Ach bitte, würden Sie mir den Gefallen tun und sich kurz über meinem Gesicht erbrechen?
Es würde Sie doch auch nur ein Quäntchen Ihrer Zeit kosten; - gewissermaßen ein Auswurf von Altlasten im Vorübergehen.


Wie, warum?


Ach, Mademoiselle, Sie sind über alle Maßen schön, grenzenlos und unaussprechlich; unermesslich, heillos-maßlos – einfach nur unsäglich schön. Und ein solch faszinierend-formvollendetes Ebenmaß an Grazie wie Sie, - würde ich mich doch niemals getrauen einfach so anzufassen!
Nein, niemals würde ich mir anmaßen, mit dieser Haut, dieser öligem und zu Fettglanz und häufigen Unreinheiten neigenden Schwarte, die Ihrige zu berühren! Ich möchte Sie deshalb lediglich dazu anreizen, mir missbilligend ins Gesicht zu kotzen.


Ok ok, ich gestehe -  was ich hier tue, dies ist Schmarotzertum auf ekelerregend galliger Ebene.

Aber so halten Sie doch bitte nur einen Augenblick lang inne, Sie bestrickend schöne mädchenhafte Fee. Und stelzen Sie jetzt bloß nicht auf Ihren adorablen Christian-Louboutin-Heels  - unaufhaltbar –   mir auf und davon!


Oh, mich küsst der Himmel – Sie bleiben tatsächlich stehen. Sie schenken mir, den Unwürdigen, tatsächlich einen Ihrer berühmt-berüchtigten, flüchtig-berauschenden Augenaufschläge!? Oh, wie holdselig er frohlockt, Ihr exquisiter Eyeliner von Dior.  Und wie atemberaubend mitreißend die fürstlichen Wimpern aus dem Nobelkaufhaus Barneys in New York mir zuwinken.

Darf es denn wahr sein? Hat eine männliche Missgeburt wie ich einen solch feudalen Anblick überhaupt verdient?

Nein! Nein ! Nein!

Und deshalb möchte ich Sie hiermit nochmals ganz hündisch darum anflehen, sich endlich in mein grenzdebiles Gesicht zu erbrechen. Oh bitte, kotzen Sie mir Ihre halbverdaute Magersuchtbrühe mitten hinein, in meine von Pusteln und Pickeln übersäte kümmerliche Drecksvisage!

 
Und danach gehen Sie einfach wieder Ihres Weges, Mademoiselle. Ja, entladen Sie sich nur kurz in meiner armseligen Furunkelfurche und stolzieren sie dann einfach weiter, so als ob nichts geschehen wäre. Ja, posieren Sie auch weiterhin auf Ihrem You-Tube-Blog-Laufsteg und betören Sie die dummgeile Männerwelt mit Ihrem zugekleisterten Virtual-Barbie-Bumsgesicht. Wir Männer sind krank - wir lieben so etwas wie Sie - hören Sie also bloß nicht auf, so blöd zu sein, wie Sie sind!


Trés chic  - es lebe das Zeitalter der Daniela Katzenbergers!


Oh, wunderbare Online-Ophelia, Ihr anmutiger Prinzesschen-Blog, gerahmt von diesem neckischen Ferkelfötzchenrosa. Er verbucht glatt mehr Zugriffe in einer Minute, als mein Blog in drei Jahren!
Es gibt sie also doch, das hässliche Mütterchen Gerechtigkeit mit ihrem stinkenden Ausfluss, der zufällig Ihren feschen Künstlernamen trägt: “Mademoiselle-Pink-Beauty”.

Aber schließlich hat Ihr Blog auch etwas zu bieten, wovon meiner so rein gar nichts bereithält:

OBERFLÄCHLICHE SCHÖNHEIT!  

Oh ja,  scheiße,  Sie sind so unglaublich oberflächlich schön! Sie sind so verdammt oberflächlich schön anzusehen, das ich nicht wissen möchte , wie viele fettärschige Quasimodos ohne Aussicht auf feste Freundin und eingekerkert in einem Hartz-4-Verlies, vor ihren Billig-Computern festsitzen, um sich dort Tag für Tag auf eine Koryphäe der Schönheit -  wie Sie es eine sind – ihre mickrigen Talgröllchen ausklopfen.

 
Oh, Sie Göttin der Eleganz, wann immer Sie ein neues Video von sich online stellen, lass ich sofort alles stehen und liegen, nur um mich an Ihrer weichgezeichneten Wohlgestalt zu ergötzen!

Was zählt schon die triviale Ungezieferliteratur eines Kafkas, im Vergleich zu Ihren hinreißenden Beauty-Videos? Und wozu weiter den bleischweren Auslassungen eines Grobmotorikers wie Steve Hawkings folgen, wenn man in Ihrem neuesten Video endlich erfahren darf, wie man sich auch noch das allerletzte Fünkchen Persönlichkeit aus der Visage schminkt...  und aus welchem Grund der behinderte Kläffer dieser grauenhaften Prinz-of-Pompös-Designer-Schwuppe Harald Glööckner unter Durchfall leidet?

 

 


Ach, würden Sie sich eigentlich jemals von einem Stephen Hawking zum Essen ausführen lassen? Ich meine allerdings nicht von diesem allseits bekannten Stephen Hawking mit dieser unschönen Erkrankung des motorischen Nervensystems, sondern von einem jungen Mann, der zufällig auf den gleichen Namen hört und ohne spastische An- und Ausfälle und unkontrolliertem Speichelfluss daher kommt; -   allerdings auch ohne Ruhm und Geld? Dafür aber wäre unser Ihnen dargebotene junge Mann genauso blitzgescheit wie sein berühmter Namensvetter?
Naaaa,  würden Sie Sie sich von diesem armen aber hochintelligenten, wenig potenten Schlucker ausführen lassen?

Niemals, oder? Eher würden Sie sich vor laufenden TV-Kameras von einer faulenden Schweinehälfte wundficken lassen, bevor Sie sich von einem armen gescheiten Mann zum Essen einladen würden! Deshalb verzeihen Sie bitte, wenn ich Ihnen eben kurz dezent in Ihren Hungerbauch trete, damit Sie ausdrucksloses Miststück sich endlich erbrechen. 


Na, sehen Sie, geht doch!

Einfach wunderbar anzusehen, wie diese Magermilch-Kotzbrühe die extrafette Camouflage-Make-Up-Schicht von Ihrem Bulimie-Spitzkinn spült. So atemberaubend und natürlich schön habe ich Sie bislang noch in keinem Ihrer grillenhaften Freakshow-Videos bestaunen dürfen.

Ach, wenn Sie sich in Zukunft doch nur dazu durchwürgen könnten, einige Beauty-Videos in dieser Machart von sich hochzuladen, dann würde ich Sie glatt an all meine You-Tube-Freunde weiterempfehlen!


Und wow, Sie scheinen tatsächlich so etwas wie eine menschliche Gesichtsphysiognomie unter Ihrer geschmacklosen Blöd-Püppchen-Maske versteckt zu haben. Wirklich interessant!  Allerdings nicht interessant genug, um mich heute noch weiter mit Ihnen zu beschäftigen. Zumal Sie mir die positivsten Anteile Ihrer inneren Werte ja soeben ohnehin bereits vor sie Füße gekotzt haben.
Doch bei unserem nächsten Treffen müssen wir unbedingt noch ein klärendes Gespräch über Brustimplantate führen und was für eine destruktive Wirkung diese auf feinfühlige Männer wie mich ausüben können.

Hören Sie?


Oh jeh, jetzt läuft das Barbiepüppchen mir doch glatt wieder auf und davon.
Naja, von mir aus soll sie! Ich will die frische Verbindung zu diesem Miss-Gogo-Katzenfeger-Fickfrettchen auch nicht unnötig überstrapazieren, obwohl  sie just in diesem Augenblick erstmals richtig  goldig ausschaut, so von oben bis unten vollgereihert  und mit diesem spontan aufgelegten zauseligem Wetlook-Kotzbrocken-Hairsytling.


„BABY, NOCH ZWEI BIS DREI DATES MIT MIR UND AUS DIR WIRD NOCH SO EIN RICHTIG NATÜRLICH AUSSEHENDES SÜSSES MÄDEL ZUM LIEBHABEN!

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Die Suchende, 9 Januar 2012 - wortgewaltig - wie immer und provokativ... Wie kannst du selbst eigentlich mit Provokation umgehen? |-| Darf ich das testen? *grins* Was ist, wenn ich dir schreibe - dieser Artikel, der voller Vorurteile verfasst wurde, ist womöglich genauso oberflächlich, wie das, was du anprangerst! Heisst - "nicht oberflächlich" zu sein - nicht vor allem - hinter die Fassaden (auch wenn sie dick geschminkt ist) - zu schauen - und vor allem Vorurteilsfrei zu denken - ohne Schubladen? kann womöglich diese Frau - die ihre zwar von der Natur gegebenen Vorzüge zu nutzen weiß, nicht auch innere Werte besitzen? Womöglich sogar eine ganze Menge? Irgendwie hast du mich jedenfalls mit deinem Eintrag - na sagen wir inspiriert - nur schade - ich muss zur Arbeit. Vielleicht werd ich dazu mal was bloggen. :)

Wortmutation:
Danke für den Kommentar! Den Vorwurf der Oberflächlichkeit muss ich mir bei einigen meiner provokativen „Stänkertexte “ selbstverständlich gefallen lassen! Und dies tue ich sogar ohne Gegenwehr und Ausflüchte. Denn sie sind oft nicht nur oberflächlich, sondern oftmals versuchen sie nicht einmal im Ansatz  mit den gültigen Regeln der Fairness zu liebäugeln. Das ist so und dazu stehe ich mit meinem verruchten Namen! ;)

Die Schwierigkeit, mit der diese Texte im Internet zu leben haben, ist, dass ich diese nicht, wie etwa in einem Buch, in einem geschützten Rahmen anbieten kann. Wenn ich  ein Buch mit dem Titel „Kniefickanstalt- verletzende Texte“ veröffentlichen würde – und auf der Rückseite des Buches noch in drei bis vier Sätzen erklären würde, wie man dieses Buch zu nehmen hat, so wäre es kein Problem. Der Leser weiß dann, was er bekommt – und sagt: „Jawohl, so etwas mag ich!“ oder er sagt eben: “Nein, so einen Mist kann ich  nicht ab!“

Im Internet bringt mir ein von mir geschaffener Rahmen herzlich wenig. Warum? Dieser Text (den Du im Blog gelesen hast) ist z.B. auf meiner Homepage in der Abteilung Kniefickanstalt abgelegt – in der davor gewarnt wird, dass in dieser Abteilung nur Texte zu finden sind, die vor allem eines tun wollen. Und zwar weh tun  und zwar auf sakastisch/zynische Weise. Und  somit sind solche Texte nur etwas für Leute, diese diese Form des brachialen Humors mögen - gespickt mit Wortgewalt (im doppeltem Sinne) –also: fiese Wortspielereien, ein Eindreschen auf das „Text-Opfer“ – in diesem Fall eine Beauty-Queen – die wie viele Opfer din er Kniefickanstalt - schablonenhaft dargestellt wird.

Doch weniger als 5% meiner Leser steuern meiner Texte über die Abteilungsmenüs an. Sie sind z.B. selbst ein Schminkhäschen geben z.B bei Google die Suchbegriffe Beatytipps + Verehrer ein  und BATSCH landen sie in Pahlkes Fegefeuer, anstatt auf einer Seite mit Schönheitstipps. Es ist eine Satire – wenngleich auch eine böse . Letztlich persifliere ich alles, indem ich es überzeichne. Und ein Text wie dieser funktioniert nicht mehr, wenn ich darin ständig erwähnen würde, das selbstverständlich nicht alle Blondinen blöd sind – selbstredend nicht alle Schönheitsköniginnen doof sind und dergleichen. Ich setze einfach voraus, dass dies JEDEM klar ist! In solchen Texte geht es mir um Bambule – Randale- Unterhaltungssplatter – Humor für Hartgesottene.

Es gibt Menschen, die solche Texte mögen und andere, die derartigen Humor komplett ablehnen – und wieder andere, die daran überhaupt nichts komisch finden oder jene, die solche Texte einfach nicht als Spaß begreifen und deshalb die Fairness/Tiefgründigkeite etc. in solchen Texten vermissen, die ich dort aber nie reinhaben wollte, weil der Text nie vorhatte, verständnisvoll zu sein ;-)
 

® sämtliche Textrechte liegen bei Arne Pahlke/Wortmutation