Davon abgesehen weiß ich auch nicht …

… warum sich noch keine Revolution aus unserer allgemeinen Schlafwagengesinnung erbrochen hat. Es mag vielleicht an den  Geschmacksverstärkern in den Lebensmitteln liegen, oder aber daran, dass Intercitys bei hohen Geschwindigkeiten akustische Signale erzeugen, die lediglich von unserem Unterbewusstsein wahrgenommen werden und die unsere Denkstrukturen negativ beeinflussen. Die Entgleisung in Eschede war übrigens ein versuchter Ausbruch aus der akustischen Manipulationsmatrix - mit katastrophalen Folgen, wie wir alle wissen.

Ich trinke ungefähr 1800 Liter Cola Light im Jahr. Sollte ich also jemals ein Gewaltverbrechen begehen, wissen sie, wer dafür verantwortlich gemacht werden muss. Meine Dealer sitzen in Atlanta. Ich bin ein Produkt einer mangelhaften Ernährung und ich stehe fast am Ende einer Nahrungskette, die mich unaufhaltsam ins Verderben würgt . Würde man mir anstatt Cola Light täglich ein Liter Muschisaft intravenös zuführen, so wäre ich sicherlich ein viel freundlicherer Mensch. Aber der normalen Form der Nächstenliebe verbietet sich ein solches Bittgesuch leider.

Davon abgesehen wollte ich ihnen eigentlich mitteilen, das meine Gedanken oft  ganz wilde Sprünge machen und sie diese in Zukunft in meinen Texten häufiger miterleben  werden. Ja, sie sollen es selbst erleben, wie es sich anfühlt, wenn man wie ich ständig nirgendwo länger festmachen kann.

 

Arne Pahlke (2008)

 

… wenn Politikertransen mit faulen Bananen im Arsch zum Bruttosozialprodukt tanzen. Und noch ehe sie  nachfragen können, warum sie dies tun, drängt sich schon die nächste Botschaft in ihr Bewusstsein, das nämlich die Juden  unsere Kindheit auf dem Gewissen haben. Wegen ihnen hatten viele von uns schuldbeladene Eltern, grantige Großeltern und wir mussten uns unzählige Scheißdokumentationen über Völkermord ansehen. Welche Kinder wollen so etwas schon sehen, zumal es damals noch keine Ego-Shooter zum Ausgleich gab. Die Juden sind an allem Schuld. Kölle Allaf. Mohamed Atta, Flugzeuge in meinem Bauch. Wir sind zwei Öltanks.

Glauben sie eigentlich, mir macht es Spaß so zu sein?

Roberto Blancos Tochter finde ich übrigens überhaupt nicht schön. Ich würde gerne mal eine 90 jährige Frau oral verwöhnen und zwar vor den Augen meiner Mutter.  Musikantenstadl oder Sonntagspredigt. Diese beiden Ungeheuerlichkeiten gehören auf den Scheiterhaufen. Walpurgisnacht mit gebrannten Mandeln. Hatten sie schon einmal einen Deep Throat in einem billigen Hotel? Ich bin übrigens bereits ein Feld weiter gesprungen in die Parkallee. Na los, kommen sie schon! Sehen sie auch dieses Königsblau der Parkallee vor ihren Augen? Monopoly ist ein blödes Spiel. Man weiß bereits nach 30 Minuten, wer nach 4 Stunden gewinnt. Der Orgasmus eines Schweines soll auch 30 Minuten dauern.  Geh ins Gefängnis!  Foltern ist nicht lustig, zumindest nicht für den Gefolterten. Schule war für mich die reinste Folter und trotzdem laufen meine Lehrer immer noch frei herum. Flucht von Alcatraz. Toller Film. Clint Eastwood ist übrigens nicht schwul. Und dies hat auch niemals irgend jemand behauptet! Ich auch nicht! Blinddarmnarben sind hübsch. Ich hatte einmal eine Blindschleiche in der Hand. Doch die habe ich dann einfach so an einem Baum zerschlagen und fand das lustig. Schlagsahne macht fett.

Was schwimmt eigentlich oben und wozu? Jerusalem, Bonn, Berlin. Harakiri

Davon abgesehen weiß ich überhaupt nicht mehr, was ich ihnen eigentlich sagen wollte.

Hund. Katze. Maus.

AUS!                 © Arne Pahlke, November 2006

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