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Der Antiheld Arne Pahlke, November 2008
Es war einmal ein junger Mann, der lebte so in den Tag. Stumpfsinn gab den Takt ihm an. Sein Dasein ein Sarkophag. Doch eines Nachts erwachte er aus einem wundersamen Traum. Darin war er der Erlöser im Totenmeer; war Bezwinger von Zeit und Raum. Das Totenmeer, dass war die Welt Die Hölle war das Kapital Er war ein Antichrist, ein Antiheld und fand den Kapitalismus asozial.
Der junge Mann zog durch die Nacht; zündete mehrere Banken an. Verlor sich kurz in der Flammenmacht und schritt dann weiter voran. Er schlug auf alle Menschen ein und forderte ihr Geld. Bis zum ersten Sonnenschein nahm er ihr Blut als Wechselgeld.
Die Sirenen klangen in seinen Ohren wie der Mob der Dekadenz. Er wollte nicht mehr in ihrer Hölle schmoren und zog die Konsequenz. Er lief der Polizei entgegen; griff sich in die Jacke zum Schein. Ein warmer roter Opferregen führte ihn dann endlich heim. Fort von diesem öden Ort; dieser unheilbar kranken Welt. „Sterbt!“, das war sein letztes Wort. Leb wohl mein Antiheld. |
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® sämtliche Textrechte liegen bei Arne Pahlke/Wortmutation |
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