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Der Gottesverlierer Arne Pahlke, Oktober 1997
Ich bin ein einzigartiger Überträger konträrer Gemeinsamkeiten. Ich bin eine Null und nichtig, gleichsam wichtig fürs externe Neutron; Bin schon zu Lebzeiten dem Tod symmetrisch hingestellt; Bin die Welt, im Sinne des Gedanken, ohne Schranken, schlicht unfassbar. Bin unantastbar, eingeengt in meine Einsamkeit. Ich bin die Zeit, Relation im verdünnten Nichtsein. Ich bin der Widerschein vom Nichts, bin nicht vertreten; Bin die Lücke im Konkreten; Bin das Bindeglied der Lüfte; Bin das Vergehen der Düfte. Ich bin ein Rad im Gefüge der linearen Strukturen. Ich bin ein Hinweisschild auf Fluren, ohne Türen; Bin in Strukturen gezwängt, gehängt und gerichtet; Bin im gedämpften Sinne überbelichtet; Bin ungewichtig und meiner eignen Last zu schwer. Oh Gott, ich bin mein eigner Herr; bin wie ein Lungenzug im Meer.
Ich bin der Rebell im Niemandsland der Wissenschaft. Ich weiß doch, wie man alles richtig macht: Ich kenn’ die Gene aller Formen, die Maße aller Normen. Ich kenn’ die Summe aller Zahlen; die Rezeptur für Qualen. Ich bin doch der große Entdecker dieser Welt; bin der mikroskopische Held der Moderne. Und ich habe mich so furchtbar gerne. Und verflucht, ich habe Depressionen. Ich lass mich klonen, so soll’s mein Elend doppelt geben! Gott, ich habe Angst - Was ist das für ein Leben ? |
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® sämtliche Textrechte liegen bei Arne Pahlke/Wortmutation |
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