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Der Sex mir dir und ohne dich
Ich vergehe mich immerzu fremd an dir, weil ich dich nie auf diese Weise für meine Triebe enteignen kann, die ich brauche.
Wir halten uns für unerträglich kompliziert, abgesehen von jenen Momenten, in denen wir einander vorlügen, uns für herrlich unkompliziert zu halten, zum Beispiel wenn wir miteinander ficken.
Soll ich dich jetzt ficken, Liebling? Soll ich dich jetzt sofort unkompliziert ficken?
Tut mir leid, Liebling, aber das kann ich nicht!
Ich könnte dich aber kompliziert ficken!?
Wir hassen einander für unser Haltungsbemühen, für den Versuch, füreinander da zu sein, obgleich wir doch lediglich gemeinsam, und dabei gleichzeitig voneinander abgetrennt, in unsere Abgründe stürzen wollen, in einem wiederholt flüchtig beißenden Fiebertraum, der mit quellenden Körpersäften frohlockt.

Es kommt uns beiden sehr gelegen, dass, wenn ich deine Kluft ausfülle, du zuvor dein Gesicht verlierst.
Tue es doch wieder! Dein Gesicht ist verzichtbar wie ein Kropf!
Wir sind einfach zu kompliziert, um einander beim Sex in die Augen zu schauen. Erst, nachdem ich dein Gesicht verhüllt habe, fangen wir an, miteinander zu kommunizieren.
In diesen dunklen Minuten herrscht Einigkeit zwischen uns; - ein unsichtbares Übereinkommen. Dann wirst du mein Kelch, in dem ich genussvoll und leise hechelnd rühre, und dich auffülle mit meiner egozentrischen Leidenschaft.
Ich begehre dich, wenn du dich eigennützig für dich und mich aufgibst
Sei nicht kompliziert! Halte einfach deinen Mund! Mach dich unsichtbar!
Ich brauch dich nicht, Es reicht, wenn du einfach nur für mich da bist, ohne mich zu stören.
Liebling, der Sex mit dir ist einfach wunderbar, solange du dabei nicht unangenehm auffällst. © Arne Pahlke September 2005
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