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Der Tote am Elbufer
Es ist ein älterer Mann, den sie in einer Neujahrsnacht tot am Elbufer auffinden. Und dieser ältere tote Mann gibt ihnen Rätsel auf. So zum Beispiel der Inhalt des Koffers, den sie neben dem Toten im Gras finden.
Mit einem Stoßseufzer geht der Oberinspektor in die Knie und öffnet den archaischen Koffer mit einem kurzen widerstrebenden Ruck. In seinem Innern befinden sich mehrere hundert durchgeweichte unbeschriebene Schreibpapierblätter. Mit einem seiner Zeigefinger rührt der Oberinspektor fragend in dem Blätterteig. Schließlich fischt er eines der vielen Blätter aus dem Koffer. Sofort fällt ihm auf, das ein sehr kleines rechtwinkliges Stück, direkt aus der Mitte des Papiers, wahrscheinlich mit einer Rasierklinge, herausgetrennt wurde. Und als er daraufhin weitere Blätter aus dem Koffer fischt, stellte er zu seiner Verwunderung fest, dass jedes, der im Koffer befindlichen DIN-A4-Blätter, derart präpariert wurde.
„Herr Oberinspektor, könnten sie mal bitte kurz kommen?“, weckt ihm einer der Spezialisten mit erregt heiserer Stimme aus seiner Gedankenverlorenheit.
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Nachdem der Kommissar den Mann von der Spurensicherung erreicht hat, weist dieser auf den geöffneten Mund des Verstorbenen. Mehrere Papierfetzen quellen aus seinem Mund. Der Oberinspektor greift sich einige Schnipsel und hält sie sich neugierig vor Augen.
„Aber das ergibt doch keinen Sinn“, flüstert er, als er die Schnipsel betrachtet und sofort erkennt, dass diese kleinen Stücke, jene Stücke zu sein scheinen, die aus den DIN-A4-Blättern herausgeschnitten wurden.
Dann fahren sie in die Wohnung des Verstorbenen, um ihre Spurensicherung fortzusetzen.
Auf dem Küchentisch findet der leitende Kommissar einen Ordner.
„Biografische Aufzeichnungen“, hat jemand in penibler Handschrift auf dem Ordnerdeckel geschrieben. Doch im Ordner selbst finden sie lediglich ein einziges Blatt Papier, auf dem jemand in fiebernder Schrift die Worte: „ … es gibt nichts über mich zu schreiben, außer eventuell, dass ich an meinem Leben erstickt bin!“, hinterlassen hat, womit dieser Fall zu den Akten gelegt werden kann. © Arne Pahlke, Juni 2005
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