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Die (un)sinnliche Traumfrau
Arne Pahlke, März 2008
Ich wünsche mir eine Frau, die nicht alles, was Männer in bestimmten Situationen insgeheim gerne sagen würden, auf die Goldwaage legt. Aber da es eine solche Frau nicht gibt, wünsche ich mir eben eine Frau ohne Gehör. Sie kann mir dann ja immer noch all meine Wünsche von den Lippen ablesen.
Und es irritiert mich, wenn mir Frauen beim Liebesakt zu tief und sehnend in meine Augen schauen. Drum wünsche ich mir eine Frau, die nicht nur taub sondern überdies auch blind ist. Oh ja, sie soll blind vor lauter Liebe und Hingabe sein. Sie soll nicht hören können, was ich ihr für schmutzige Worte ins Ohr hauche. Und so könnte ich endlich auch jene schmutzigen Worte im Munde führen, die man selbst gegenüber unanständigen Frauen lieber nicht ausspricht. Es würde vollkommen ausreichen, wenn sie spürt, wie wohl ich mich in ihrer Mulde fühle. Und es gäbe dabei auch nichts für sie zu sehen. Frauen sind ja ohnehin nicht so optisch fixiert wie wir Männer. Sie würde also nichts verpassen. Sie könnte sich voll und ganz auf meine mehr oder weniger rhythmischen Bewegungen konzentrieren, ohne dabei von meinen schmutzigen Worten und meinen gierigen Blicken abgelenkt zu werden.
... mehr Frau braucht doch kein Mann ...
Doch wahrscheinlich würde sie mir dann während des Aktes sagen wollen, wie sehr sie mich liebt. Und eben dies würde mich noch weitaus mehr aus dem Konzept bringen, als wenn sie mich wegen dreckiger Worte ermahnen oder mich vor lauter überschäumender und nicht erfüllbarer Liebe anschauen würde, während ich ihr lediglich ein klein wenig ausschäumende Liebe spenden möchte. Und eben darum wünsche ich mir obendrein, dass meine Frau stumm ist. Es wäre allemal ausreichend, wenn sie nur noch leise Lustlaute von sich geben könnte.
Und während ich mir eine solche taubstumme blinde Bettgenossin vorstelle, kommen mir unwillkürlich drei Worte in den Sinn:
Männer sind Schweine!
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