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Die Knaben vom Bahnhof Zoo Arne Pahlke, März 1995
doch Ihr nährt sie nie. Die, die an den kargen Wänden lehnen. Die betäubt etwas für sich ersehnen, was an diesem Ort nicht geschehen wird. Ein fast entwöhntes Sehnen, dessen Erlösung die verrohte Seele nie mehr erfährt. Das Gefühl irgendwo daheim zu sein. Geborgenheit, Sinnlichkeit, Zärtlichkeit, gänzlich ohne Geilheit. Einfach eben, ein Leben.
Spür’ die Betonwände und du durchdringst ihr Sein. - Kalt und stumpf. -
Ihr ausgehöhlter Rumpf steht zum Verkauf auf Zeit bereit, gepresst, blutleer an der Wand. Er lebt von der Hand in den Mund.
reißt sie mit, in eine eigne Welt voll von synthetischem Glück. Das leider so gar nicht hält, was es zuvor verspricht.
Doch wohin sollten sie sonst gehen, wohin, als nur zurück ?
auf ihren Abstellgleisen und grüßen müd’ das Morgenrot. Sie träumen von ganz, ganz weiten Reisen und flüstern leise nur vom Tod. |
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® sämtliche Textrechte liegen bei Arne Pahlke/Wortmutation |
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