Die Liebe ist tot

Arne Pahlke, August 1998

 

Sag’, warum gehst du?

Ich bitte dich, bleib!

Warum nur? Wozu?

O, du Teufel der Zeit.

 

Du hast uns geschieden,

geblendet, zerrieben.

Wir wollten uns lieben,

doch was ist geblieben?

 

Ich hab’ dich geliebt.

Ich lieb’ dich noch immer.

Die Zeit ist ein Dieb,

und er schleicht durch das Zimmer.

Die Liebe ist tot

Er nimmt mich dir fort

und welkt mir mein Herz.

In mir stirbt ein Wort

und wütet ein Schmerz.

 

Du streichst mir durchs Haar

und sagst leis: „Leb’ wohl“.

Bitte, bleib’ da!

Ich bin innen so hohl.

 

Ich treibe im Wasser,

und nirgends ein Boot.

Dein Wort wird mir blasser.

Die Liebe ist tot.

 

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