Dolan’s Cadillac

Produktionsland: USA, Großbritannien

Erscheinungsjahr: 2009

Altersfreigabe: FSK 18

Laufzeit: 85 Minuten

Genres(s): Thriller

Regie: Jeff Beesley

Besetzung:   u.a.     Christian Slater, Emmanuelle Vaugier, Wes Bentley, Robert Benz,Darla Biccum, Greg Bryk, Melany Burant, Simon Chin

 

 ® Arne Pahlke, 2011

Robinson (Wes Bentley) und seine Frau Elizabeth (Emmanuelle Vaugier) werden zufällig Zeuge eines skrupellosen Mordes. Der menschenverachtende und zynische Drahtzieher eines Frauenhändlerrings Jimmy Dolan (Christian Slater) liquidiert bei einer „Übergabe“ mehrere Menschen. Elizabeth erklärt sich (gegen den Willen ihres Mannes) dazu bereit, vor Gericht gegen den scheinbar unantastbaren Unterweltboss auszusagen. Daraufhin wird ihr ein “Rund-um-die-Uhr-Zeugenschutz”  zugesichert; - doch  nur wenige Tage später ist Elizabeth tot - mitsamt ihrem Auto in die Luft gesprengt.  Robinson ist zunächst wie gelähmt und kann sein Dasein nur noch mit Antidepressiva  ertragen. Doch in ihm wächst das Verlangen nach Vergeltung.

Handwerklich durchaus solide gemachter und dabei mäßig spannender Rache-Thriller, der auf eine Kurzgeschichte des  Bestseller-Autors Stephen King basiert.  Und würde der Name Stephen King nicht extragroß auf dem Cover prangern, wäre diese Direct-to-Video-Produktion von den Käufern sicherlich weit weniger beachtet wurden.  Viele Stephen-King-Jünger  (und das sind weltweit Millionen) müssen schließlich jede – auch noch so mittelmäßige Adaption einer Storyvorlage ihres Idols besitzen. Und für viele King-Jünger spielt es auch  nur eine untergeordnete Rolle, dass einfach alles an  „Dolan's Cadillac“ pures Mittelmaß ist; – die schauspielerischen Leistungen, der Spannungsbogen, bis hin zum (nicht wirklich) packenden – aber durchaus „unterhaltsamen“ - wenngleich auch vorhersehbaren Finale.

 

“Wer anderen eine Grube gräbt, ist selbst ein Schwein”

 

Menschenhandel, Zwangs- und am Ende sogar noch Kinderprostitution; - ebendies sind besonders abstoßende Taten, die Stephen King der Figur des Dolan allerdings  wohl nur deshalb auf den Leib geschrieben hat, um sie eben dadurch besonders abstoßend wirken zu lassen. Letztlich hätte dieser Jimmy Dolan nämlich auch Drogenboss oder Waffenschieber sein können; - für den Handlungsbogen dieser Story wäre dies völlig unerheblich gewesen.

Direkt zum Filmstart wird man mit besonders starken King-Worten in Empfang genommen, die wirklich Lust auf den Film machen: “…Aber wenn er grinst, fallen die Vögel tot von den Stromleitungen. Und wenn er dich auf bestimmte Weise ansieht, verspürst du einen Schmerz in der Prostata und dein Urin brennt...”

Klingt cool oder? Und so erwartete ich bereits voller Vorfreude den Teufel in Menschengestalt und bekam letztlich nur diesen mittelmäßigen und wenig Angst einflößenden Ganoven serviert, bei dessen Anblick meine Prostata  denn auch ganz locker und entspannt geblieben ist.

Dennoch ist “Dolans Cadillac” ein B-Movie, den man sich durchaus anschauen  kann, - allerdings sollte man nicht mit einer allzugroßen Erwartungshaltung in diesen Streifen hineingehen. Und überdies sollte man sich darüber im Klaren sein, dass man es mit einen reinen Thriller zu tun bekommt - frei von irgendwelchen King-typischen  Grusel- oder Mysteryelementen.

     5 von 10 Punkten

 

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Konkalit, 14 Februar 2011 - Hm den Film kenne ich noch nicht aber hab die Kurzgeschichte dazu gelesen (in der Kurzgeschichtensammlung Alpträume vorhanden) und sie war spannend aus der Ich-Perspektive von Robinson erzählt. Auf diese typisch eindringliche Weise die besonders bei Geschichten aus der Ich-Perspektive greift und die so nur King kann. Allerdings war Dolan im Roman von King glaube ich weitaus weniger schlimm, jedenfalls erfuhr man nicht viel von seinen Verbrechen nur dass er eben die Frau von Robinson in die Luft sprengte und ansonsten eben ein typischer Mobster war. Von Kinderprostitution war da glaub ich nix zu lesen. Von der Verfilmung wusste ich bisher noch gar nix aber das Sichten wird jetzt nachgeholt auch wenn es sich dabei nur um eine Lahme bis mittelmäßige Verfilmung handelt denn ich bin durchaus ein King-Jünger ^^

Wortmutation: Ich bin selbst Stephen-King-Fan - aber anders, als viel andere (z.B. einer meiner Freunde), finde ich deshalb nicht gleich jede King-Verfilmung  automatisch gut. Und die Qualität seiner Vorlagen bleiben ja von den filmischen Adaptionen ohnehin unberührt. Und bei “Dolans Cadillac” gabs wohl einige Probleme - aufgrund wiederholter Verschiebungen des Drehbeginns  zog King  im September 2005 z.B. seine Filmrechte sogar zurück, - und dieser B-Movie ist wohl eher eine Alternativlösung, denn eine zeitlang war zu lesen, dass der Film viel aufwendiger daherkommen sollte  - sogar Sylvester Stallone  war für die Rolle des Jimmy Dolan im Gespräch.

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