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Drei Genitalpolypen vorm Wohnzimmerfenster Arne Pahlke., August 2010
Eben haben sich drei frisch entbundene Fickfehler (wohl alle um die 15 Jahre alt) illegal vor meinem Wohnzimmerfenster versammelt. Nun, zumindest haben sie mich nicht gefragt, ob ich etwas dagegen einzuwenden hätte, wenn sie ihre nach aufdringlichem Schlampenparfüm muffelnden Kadaver dort für ein paar Minuten zwischenlagern. Die Tussen hatten die Ausstrahlung einer Brotdose voll von angeschimmelten Kackstullen. Ja wirklich, es waren absolut schauderhafte Evolutionsbremsen, wie man sie in einer Dokusoap über schwererziehbare Teenie-Gabbafötzchen erwartet. Eine von ihnen war eine ölige Fettgondel, die sich weder richtig kleiden noch vernünftig schminken konnte. Aber wozu auch? Sie konnte schließlich auch nicht richtig sprechen. Sie alle vollbrachten es lediglich dumm zu lachen und immerzu zu kreischen. Und deshalb bekam ich nach ungefähr zehn Minuten Lärmbelästigung übel Lust, diese Specknacken mit Hieb- und Stichwerkzeugen zu attackieren. Aber dann erinnerte ich mich daran, dass ich vor einer halben Menschenewigkeit selbst auch mal so jung gewesen war. Und als ich so jung war wie diese drei beklagenswerten Zellhaufen, da habe ich so etwas wie sie tatsächlich ganz toll und anbetungswürdig gefunden.
Und ja, die Mehrheit der 15jährigen Mädels haben auch schon in den 80ern Jahren über jeden Müll in einer Art und Weise gelacht, dass man sie dafür am liebsten erschlagen oder sie sich in irgendeinen Josef-Fritzl-Keller gewünscht hätte. Aber damals war ich eben noch jung und dumm und sah das alles ganz anders als heute. Damals wollte ich diese Wurstgesichter nicht für ihr ständiges Gelärme erschlagen, sondern ich dachte mir, dass all dies einfach dazu gehört. Und so war und ist es ja auch. Jungs mussten und müssen diese blökenden Mistbratzen am Ende so nehmen, wie sie sind, wollen sie ihre Chance auf einen Stich wahren. Wie gut, dass die Jugend so schnell verfliegt, resümierte ich erleichtert und überlegte alsdann, wie ich diese drei Betriebsunfälle möglichst rasch von meinem Fenster wegbekommen könnte. Und schnell hatte ich die rettende Idee. Ich öffnete mein Klassikmusikverzeichnis am PC und wählte den Radetzky-Marsch aus, um diesen dann in voller Lautstärke abzuspielen. Und die Zangengeburten-Parasiten verschwanden tatsächlich – zwar lachend, kreischend und lärmend – aber sie verschwanden. Ich weiß schon, warum ich meistens zwar nicht die Straßenseite wechsle, wenn mir südländisch aussehende und volltrunkene männliche Jugendliche mitten in der Nacht entgegen taumeln; - dies aber sehr wohl tue, sobald sich mir (selbst am helllichten Tag) allein zwei dieser weiblichen Jungfotzen-Brechreizbeschleuniger nähern. PFUI DEIBEL! |
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Feuerbart, 17 August 2010 *schmunzel* Es tut mir leid für diese Minuten, haste aber schön geschrieben. Das schlimme aber, an deiner aussage, das die Jugend, schnell verfliegt ist, das wieder neue landen werden. Konkalit , 17 August 2010 Hmmm, meinst du denn dass die dich eventuell erkannt haben und deshalb vor deinem Fenster Stellung bezogen, so groupie-Starrummel-Autogramm-Erkennungsmäßig? (Dann könnten sie das jetzt lesen und wären tief verletzt) Oder einfach weil sie eben Drei Genitalpolypen vorm Wohnzimmerfenster waren? Wortmutation: Nein, diese drei Ungeheuer waren ganz bestimmt keine Arne-Pahlke-Groupies. Und wenn es welche gewesen wären, hätte ich sie sofort erschießen müssen! Holzpferdchen, 17 August 2010 Wunderbar auf den Punkt gebracht...sehr kreative Wortzusammensetzungen. "Brechreizbeschleuniger" find ich persönlich einen ganz bezaubernden Ausdruck. Solche Zauberwesen gibt es auch bei uns in Wien in so manchen Bezirken zuviele als überhaupt "notwendig" wäre. Danke für die schöne Zusammenfassung...Zu 100 Prozent passend. Zeitzeuge, 17 August 2010 Ja, die Jugend von heute... |
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® sämtliche Textrechte liegen bei Arne Pahlke/Wortmutation |
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