Drei Sekunden

Arne Pahlke, Januar 2005

 

In nur drei Sekunden

umströmte mich dein lohendes Augenweiß,

umgarnte mich dein sprudelnder Wendekreis,

umzäumte mich dein flehentliches Blickgeheiß.

 

In nur drei Sekunden

verlor ich mich in deinem grazilen Weltenstrand,

war betört von deiner fragilen Anmuthand,

degradiert von dir zum dienenden Debütant.

Drei Sekunden

In nur drei Sekunden

flog ich hinauf zu deinem endlosen Himalaja,

warst du mir die göttlichste Ophelia,

waren wir einander unteilbar nah.

 

In nur drei Sekunden

bildeten wir eine allumfassende Ewigkeit,

waren Bezwinger unserer missliebigen Zeit,

ein duales Bekenntnis der Dreifaltigkeit.

 

Dies alles geschah in nur drei Sekunden.

Und danach brauchten wir elendige sechs Jahre,

um wieder voneinander loszukommen.

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