Menschen gehören verboten!

Internet

Einst ein Ort, der Hoffnung machte, ist das Internet längst zu einem widerwärtigen virtuellen Abbild der Realwelt verkommen. Durfte man sich zu den Anfängen des Internets noch ein bisschen wie ein Pionier und Pirat fühlen; - wie jemand, der zu einem Teil einer neuen alternativen Welt wird, so weiß man heute, das diese neue Welt vollständig von der realen Scheißwelt verseucht wurde. Mehr noch, das Internet hat seine Autonomie mittlerweile annähernd komplett eingebüßt – ist nur noch ein Kackeknödel des großen Scheißehaufens, der sich Welt nennt.

Und wie in der realen Scheißwelt, wird man auch im Internet mit Werbung zugewichst und fühlt sich von Abzockern umzingelt, die einem ständig neue Fallen stellen, um an das verhurte Geld zu kommen. Und alles wird im Internet mehr und mehr zu Tode reglementiert. Und eine brechreizfördernde Brut von Abmahnungsanwälten wacht über die Einhaltung der oft absurden Regeln und Gesetze. Aber dies nicht im Sinne des Gemeinsinns, sondern im Sinne ihrer ekelerregenden Gewinnsucht. Diese Paragraphennutten suchen das Netz Tag und Nacht nach absurden Rechtsverletzungen ab, sodass sich immer weniger Menschen trauen eine  private Homepage zu betreiben. Zu viele Dinge könnten sie dabei falsch machen, auf die sich dieses Fickgesindel sofort stürzen würde. Aber wozu überhaupt noch eine private Homepage?

Das Kackknödel-Net wirkt doch inzwischen ohnehin wie eine niemals enden wollende  Einkaufspassage, in der jede menschliche Missbildung ihre Dreckswaren ans Volk zu bringen versucht. Und auch im großen Kackknödel-Net gilt: “Nur wer am lautesten brüllt, wird beachtet!” 

Wer z.B. meint, dass  Google immer die wertvollsten Suchbegriffergebnisse anzeigt, der glaubt wahrscheinlich auch noch daran, dass das Internet ein Ort der Freiheit ist.

Von mir aus kann der komplette Inhalt dieses Kackknödel-Netz gelöscht werden. Anschießend  treffen wir uns wieder alle Draußen in der realen Scheißwelt. Schließlich findet sich inzwischen doch  in beiden Welten ein- und  derselbe Dreck.  © Arne Pahlke

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