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U-Bahn-Stationen U-Bahn-Stationen sind teilnahmslose Ballungszentren menschlicher Dekadenz. Und nicht von ungefähr verlaufen die Kanalisationen vieler Großstädte auf gleicher Höhe zu den U-Bahn-Stationen. In einer der unzählige U-Bahn-Station auf einen dieser seelenlosen Ghetto-Züge zu warten, fühlt sich in etwa so an, als würde einen jemand den Kopf in ein Fass voll von Gülle eintauchen. Wabernde Kackknödel drängeln sich von und zu den Rolltreppen, aus und in die U-Bahnen. Die einen schauen angepisst, weil sie zu einem Job fahren, der sie deprimiert. Und die anderen schauen deprimiert, weil sie von der Maloche zurück in ihr Heim fahren, das sie anpisst. Wo man auch hinschaut – nichts als Scheiße. Und wo man auch hinfährt – man landet stets in der Scheiße. Doch die U-Bahn-Stationen von heute fungieren nicht allein als hässliche Haltestellen. Sie sind auch Abenteuerspielplätze für desillusionierte und gewaltbereite Jugendliche. Und eines ihrer Lieblingsspiele heißt: „Senioren-Face-Jumping“. Zunehmender Beliebtheit erfreut sich auch das Spiel „Trainkissing“, bei den man einfach irgendjemand, der zu dicht an der Bahnsteigkante steht, in dem Moment auf die Gleise schubst, in dem ein Zug einfährt. Na ja, wie ich es in meinem Eingangssatz schon sagte: U-Bahn-Stationen sind teilnahmslose Ballungszentren menschlicher Dekadenz. © Arne Pahlke |
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