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VERWANDTSCHAFT Im Umgang und in der Beurteilung der eigenen Verwandtschaft, zeigt sich einmal mehr die verlogene inkonsequente Menschfratze. Einerseits veranstalten diese oberflächlichen Menschhanseln ständig ihre albernen bis abartigen Feste und Zusammenkünfte, zu denen dann stets die Verwandtschaft eingeladen wird; - und andrerseits vergeht kaum ein Tag, an dem nicht über mindestens einen Angehörigen ebendieser Verwandtschaft abgelästert wird. Ja, oft wünschen sie sich sogar gegenseitig Pest und Cholera. Wenn man jemanden nicht leiden kann, ihn sogar hasst, so lädt man diesen Menschen doch nicht (immer wieder) zu jenen Tagen ein, die einem (angeblich) die wichtigsten Tage des Jahres oder gar des ganzen Lebens sind. Doch der Mensch tut so etwas, denn der Mensch ist ein Idiot! Die meisten Menschen meinen sogar, dass sie zu einigen Menschkreaturen allein deshalb zwanghaft Kontakt halten müssen, weil ein Verwandtschaftsgrad besteht. Nun, es besteht auch ein Verwandtschaftsgrad mit Schimpansen. Doch laden wir diese Primaten deshalb gleich auf Omis Beerdigung ein? Scheiß doch auf Tante, Onkel, Cousine, Neffe und Nichte. Was haben wir denn mit all diesen Drops schon zu tun? Oft verbindet doch selbst Geschwister nichts mehr, als der Umstand, dass sie aus ein- und derselben Vagina geschlüpft sind. Niemand braucht Verwandte! Es reicht völlig aus, wenn man diese bescheuerten Freunde hat, durch die man ja bereits genug Ärger am Hals hat. „Ach ja, Grüß Onkel Ludwig von mir und richte ihm aus, dass er mich nicht länger belästigen soll, nur weil er im Duden mit dem Zusatztitel Onkel versehen wurde. © Arne Pahlke |
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