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Eifersucht (krankhafte) süchtiger Eifer; - in den wenigsten Fällen kann von einem wirklich gesundem Maß an Eifersucht gesprochen werden. Und die Aussage: Ein bisschen Eifersüchtelei gehört zu einer Beziehung einfach dazu, ist aus psychologischer Sicht nicht haltbar. Eifersuchtsverhalten wird fast immer von krankhaften Zügen begleitet bzw. getragen. Auch wenn es von Eifersüchtigen gern behauptet wird, so ist ständig aufwallende Eifersucht beileibe kein Liebesbeweis, sondern vielmehr der langsame und qualvolle Tod einer Beziehung. Oft beginnt es damit, dass der krankhaft Eifersüchtige, die geliebte Person ganz für sich allein beansprucht. Häufig einhergehend mit dem Misstrauen in dessen Treue und der Angst vor möglichen Konkurrenten. Die Zweifel an seiner Liebe wachsen, woraus sich eine Feindschaft entwickeln kann, die sich gegen alles richtet, was die geliebte Person in Anspruch nimmt. Und diese Feindkörper müssen nicht einmal Menschen, sondern können gleichwohl die Arbeit, die Hobbys oder sogar bloße Gedanken des Geliebten sein. Unter Einfluss von Drogen, allem voran Alkohol, kann sich die Eifersucht bis zum Wahn (Pathogenese) steigern.
Menschen, die unter krankhafter Eifersucht leiden und damit Leiden schaffen, lieben nicht wahrhaftig, sie wollen vor allem besitzen. Sie fühlen sich unsicher, sind fast immer angstvoll und ihre Form der Liebe kann in einen zerstörerischen Hass umschlagen. Ein derartiger Eifersuchtswahn kann durch scheinbare Belanglosigkeiten ausgelöst werden und im schlimmsten Falle mit einer Bluttat enden. Krankhaft eifersüchtige Menschen sind selten dazu in der Lage, zu erkennen, dass sie mit ihren Aktionen genau das Gegenteil von dem erreichen, was sie eigentlich erreichen wollen. In jeder Partnerschaft empfiehlt es sich offen über dieses Thema zu sprechen. Und dies vor allem dann, wenn bei einem der Partner Anzeichen eines übersteigerten Eifersuchtsverhaltens erkennbar sind. Soll es zu einer Verhaltensänderung kommen, so ist eine Grundvoraussetzung, dass die eifersüchtige Person ihr Leiden auch als Leiden anerkennt. Und in schwereren Fällen kann die Hilfestellung meist weniger vom Partner kommen sondern es bedarf fachlicher Hilfe. Bleibt nämlich die krankhafte Form der Eifersucht unbehandelt, so ist damit zu rechnen, dass sie sich in jeder neuen Partnerschaft wiederholt und dabei immer weiter verstärkt. Und dass mit der Eifersucht nicht zu spaßen ist, zeigt die Überlegung der Weltgesundheitsorganisation WHO, die diese als Krankheit im Sinne einer Sucht einstufen will.
siehe auch unter: Liebesfaehigkeit, Liebeserklaerungen (oeffentliche), Abfuhr erteilen, Altersunterschiede bei Sexpartnern/in Beziehungen, Beratungsstellen (schwule), Diskonkordanz (sexuelle), Fremdgehen, Psychoanalyse, Freud, Sigmund, Todestrieb, Selbstmord (Suizid), Ichbezogenheit & Narzissmus , Rollenverteilung & Geschlechterrolle, Traumprinzensuche, Objekt der Begierde, Liebeskummer, Treue, Liebe, Liebelei, Liebesbriefe |
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