Ein Dorn im Auge  Arne Pahlke, Februar 1996

 

Eine Kletterrose,

hochgegeilt

an einer Gartenlaube,

war dem bösen Nachbarn

schon lange Zeit

ein weher Dorn im Auge.

 

So schlich er bei Nacht

gegen 2 Uhr 10,

(oder vielleicht auch etwas später),

in Pantoffeln und auf 10 Zehen,

die Rose zu kappen,

dieser Übeltäter.

Ein Dorn im Auge

Kaum fand er sich,

vor dem Rosenstrang

hangelnd an einer Traube,

zerstach ihm schon,

(ganz stiefmütterlich)

ein spitzer Rosendorn,

den Lichtballon

im Auge.

 

Halbblind und entstellt,

zerdrückt er sie,

die rote Rose,

vor der Laube.

Doch vergaß er ihren Anblick nie.

Auf ewig blieb dieser ihm

ein weher Dorn im Auge.

schreibe einen Kommentar..
Dein Kommentar zum Text abgeben

leider noch kein Kommentar vorhanden. Sei der Erste, der einen Kommentar schreibt!

® sämtliche Textrechte liegen bei Arne Pahlke/Wortmutation