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Ein Kind Gottes Arne Pahlke, 1999
In einer sternenklaren Nacht, da lag ein kleiner Junge wach. Ohne jeden Schutz vor der Kälte und in sich die Tränen vom Tag. Zitternd zog er seine Glieder an seinen ausgehungerten Leib, und betete stumm zu Gott, der wie die vielen Sterne unerreichbar weit. Eine kleine Träne fror sich davon. Sie vermochte ihn nicht zu trösten. So weinte er schließlich nur noch den bohrenden Schmerzen nach, die sich langsam von ihm lösten.
„Bitte“, flehte er: „Bitte, lieber Gott, mach doch, dass sie wieder kommen. Lass mich hungern, lass mich frieren, ich fühle mich so benommen. Willst du mich denn nicht mehr haben, hier bei dir auf deiner Welt? Ich werde auch nie wieder betteln. Nicht um Brot, Mitleid oder Geld. Nur hier bleiben möchte ich, will doch für dich nach Höherem streben. Ich möchte dir doch Freude bescheren. So lass mich bitte leben!“
Da flog eine Sternschnuppe, die wie aus reiner Liebe geformt, am Himmel der heiligen Nacht; wie vom Schöpfers Hand eigens modelliert ihn ein warmer Lichterregen. Und es entschlief’ friedvoll und sacht eines von Gottes Leben. |
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® sämtliche Textrechte liegen bei Arne Pahlke/Wortmutation |
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