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Einsamkeit unserer Seelen Arne Pahlke, Februar 1998
Die Uhren wissen nicht, wem die Stunde schlägt. Die Lichter erlöschen, ohne trüb zu sein. Der Weg weiß nicht, wohin es geht. Der Spiegel leugnet deinen Widerschein.
Du scheinst allein auf dieser Welt, im Wettlauf der gequälten Seelen. Suchst den Menschen, der dich hält, doch du wirst ihn stets verfehlen.
Die Fenster wissen nicht, wer durch sie schaut. Der Wind weiß nicht, wohin er weht. Der Morgen ahnt nicht, dass er graut. Dem Schuh ist’s gleich, wer mit ihm geht.
Du scheinst allein auf dieser Welt, im Labyrinth der verirrten Seelen. Suchst den Menschen, der dich stählt, doch du wirst ihn stets verfehlen.
Die Flure wissen nicht, wohin sie führen. Die Bücher ahnen nichts von ihrem Schatz. Die Schleifen wissen nicht, was sie verschnüren. Das einzelne Wort ertrinkt im Satz.
Du scheinst allein auf dieser Welt, im Karussell der verlorenen Seelen. Erhoffst den Menschen, der dich wählt und du ahnst, ihr werdet euch verfehlen. |
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® sämtliche Textrechte liegen bei Arne Pahlke/Wortmutation |
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