Eisiges Ende

Arne Pahlke, April 1996

 

Winter, klirrend; stehend fröstelt Himmelblau.

Ich schau zurück zu dir; zersplittert ist mein Lebenstraum.

Ein kühler Atemzug aus deinem Mund

taut unser Eisschloss wie im Flug.

Ein grauer Hauch winkt mir zum Abschied

über die unüberwindbar angeschwollene Türschwelle.

Er verebbt in einem wirbelnden Windbeutel und erstarrt.

Deine Blicke wuchten wie Ohrfeigen

auf die Tränenlandschaften meiner Gefühligkeit.

Ich soll hingehen, wo der Pfeffer wächst

und die Tür schlägt wie ein Fallbeil vor mir zu.

Meine Liebe zu dir, geköpft!

 

 

Meine Nase nestelt, rümpft sich, läuft davon

und hört nicht auf zu laufen,

als liefe sie nur weg von dir.

Mir ist kalt. Ich friere mir mein Leben aus dem Leib.

Doch meine Liebe zu dir, sie bleibt bestehen;

- und wärmt sie mich auch nicht mehr,

ich gebe sie für keinen neuen Frühling her!

Weine nur, ganz in mir verloren,

ganz weit von dir verweht.

Bete, dass die Zeit vergeht.

 

Adieu, mein Schatz, adieu!

Ziehe nun ins Land, das Eistränen schafft;

ins Land, das Nasen niesen lässt.

Nichts hält mich fest!

Nichts gewährt mir Halt!

Und ich weiß, du vergisst mich schon sehr bald.

Soll ich doch hingehen, wo der Pfeffer wächst.

Obgleich ich mich ohne dich doch eher fühle

wie eine Suppe ohne Salz

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