Engel der Nacht

Arne Pahlke, März 1998

 

Bist du ein Engel der Nacht,

so wach mir bitte nicht auf.

Und auch wenn deine Liebe Leiden schafft,

ich nehme sie in Kauf.

 

Ich weiß, du bist nicht von dieser Welt,

kehrst schon bald in die deinige zurück.

So bist du ein Traum, der mir im Licht zerfällt,

bleibst mir ein unfassbares Glück.

 

Otto Mueller 1874-1930

 

Und doch bleibt mir nur die Wahl der Keinewahl,

bleibt nur der flüchtige Rausch unserer Sinne.

brennt nur in mir deiner Sonne Strahl,

eine tränenreiche Kummerrinne.

 

Ich zerlaufe in deinem Augenlicht,

wir vermengen uns auf Zeit,

bis ein kalter Ton ins Herz mir sticht

und meine Sehnsucht nach dir schreit,

 

Doch dann, mein Engel,

bist du mir weit.

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