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Fast eine Jugend Arne Pahlke , Juni 2009
Sie sind noch jung; ihnen gehört diese Welt. Doch diese Welt, sie zerfällt. Sie sind noch jung und sie haben die Kraft. Doch all ihre Kraft scheint umsonst. Sie schauen verbittert. Sie lachen gequält. Sie taumeln wie angezählt. Schau dich nur um, sie sind traurig und stumpf. Ausgehöhlt von dieser Zeit. Sie suchen nach Liebe und finden nur Leid … … ersaufen in Lustlosigkeit. Jung, wie sie sind, will ich heut nicht mehr sein. Sie sind jung und doch Totengebein.
Sie sind noch jung; haben Träume und Mut. Doch diese Welt, sie schäumt Wut. Ihre Zukunft eine Schuld, die kein Mensch je abbezahlt. Und ihre Stärke ist oft nur geprahlt. Sie weinen stumm nach innen und erliegen dem Hass. Ihre Tränen fluten hin zur Gewalt. Und was sollen sie auch tun, außer hassen und schreien; als ihr Elend weit von sich zu speien? und stehen vor dem Aus. Ich kann ihren Hass gut verstehen. Wer lehrt sie klar zu sehen? Etwa wir, die im Gleichschritt nur gehen?
Sie sind noch jung; sind die Erben der Welt. Doch diese Welt, sie zerfällt. Sie sind noch jung; vom Stumpfsinn infiziert … … von Belanglosigkeit infiltriert. Sie träumen von Wärme und frieren allein … … und würden so gern anders sein. Doch sie spür‘n diese Ohnmacht und sie formt sie kalt. Und wo Kälte ist flutet Gewalt.
Fast eine Jugend, nur ganz elend und defekt. Euer einst reines Wesen Schmutz befleckt. Fast eine Jugend, Wir haben vor euch versagt, … … werden zu recht von euch angeklagt. |
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® sämtliche Textrechte liegen bei Arne Pahlke/Wortmutation |
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