Festtagsdinner

Arne Pahlke , März 2007

 

Als ich zunächst das Kind aufaß;

dieses wunderbare zarte Fleisch.

Da lagst du da, ganz totenblaß;

in dir die Angst, dass ich dich beiß.

 

Als ich des Kindes Blut dann trank;

dieses wunderbare reine Blut.

Da schriest du auf, ganz sterbenskrank;

und in deinen Augen schwoll die Wasserflut.

Festtagsdinner

Und als ich des Kindes Herz verschlang,

dieses wunderbare edle Herz.

Da war dir weh, so furchtbar bang;

du wähntest dich schon himmelwärts.

 

Doch nach diesem köstlichen Filet,

verschmähte ich dein altes Ragout.

Und so kredenze ich dich im Separé

meiner Dogge “Monsieur Balu.”

 

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